Sonntag, 8. Februar 2015

Ein Riesenschritt zur totalen Überwachung: die Einführung der Elektronischen Gesundheitskarte

Thema: e-Card
stoppt die e-Card
Liebe Leser,

man erfährt sehr wenig über die e-Card.
Was unsere eigene Regierung aber seit 2003 vorantreibt, eine zentrale Speicherung sämtlicher Patientenakten, wandelt das Gesundheitswesen in ein System um, in dem die Menschenwürde keinen Wert mehr haben wird.

Gerade weil bekanntgewordenen ist dass Geheimdienste alles ausspähen, dass sie vor absolut nichts haltmachen, und weil das Internet "für uns alle doch Neuland ist", sollte man interessierten Kreisen nicht noch mehr Möglichkeiten geben, alle Menschen auch noch mit ihrer Krankenakte zu erpressen.


Urheber: Lumu | Lizenz: CC-BY-NC-SA 3.0
Wir Patienten haben absolut kein Mitspracherecht!

Die ferngesteuerten Besserwisser und pharmafinanzierten Politmarionetten schaffen ein Netzwerk, welches jahrelang der feuchte Traum der Pharmaindustrie war.
Noch mehr Wachstum und damit Profit auf Kosten der Versicherten.

Es geht nicht darum irgenwelchen Menschen zu helfen. Egal was man uns sagt, egal in welche Sprechblasen es verpackt wird, es geht nur um Profit für die Konzerne.

Steht das System erstmal, werden sie Mittel und Wege finden, damit sie direkten Zugriff auf die Daten haben. Endlich können sie den einzelnen Patienten mit genau auf ihn zugeschnittener Werbung zumüllen.

Wieso wird in den Medien darüber eigentlich nicht berichtet? Warum gibt es keine Talkshow zu so einem wichtigen Thema?
Gibt es etwa ein Verbot oder hat Mutti Einzelheiten darüber zum Staatsgeheimnis erklärt?
Geht es hier auch um die "Innere Sicherheit" wie bei MH17 oder muss sie auch hierzu erst Obama fragen?

So macht das Bundesministerium Werbung für die Elektronische Gesundheitskarte: Link

Leider wird nirgends erwähnt was passiert, wenn die äusserst sensiblen Daten gehackt werden. Es handelt sich schliesslich nicht um die Kundendaten eines Autoherstellers oder eines Elektronikkonzerns. Wie sicher deren Daten sind, wird uns doch laufend vor Augen geführt.


Freitag, 30. Januar 2015
Hamburger Abendblatt:
Teure Gesundheitskarte

Samstag, 31. Januar 2015
Chaos in den Arztpraxen?
ÄND Bericht

Probleme mit moderner Telematik
Deutscher Bundestag - Ausschuss für Gesundheit - 28.01.2015

Berlin: (hib/PK) Die im Aufbau befindliche elektronische Vernetzung des deutschen Gesundheitssystems stößt nach Darstellung der mit dem Projekt befassten Experten noch auf erhebliche technische Schwierigkeiten. Die mit der Umsetzung beauftragte Industrie habe die Komplexität des Vorhabens völlig unterschätzt, erklärten die Sachverständigen übereinstimmend am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Bundestages. Sie gaben sich gleichwohl zuversichtlich, dass die Telematikinfrastruktur (TI) mit dem gebotenen hohen Sicherheitsstandard und zum Nutzen der Verbraucher in absehbarer Zeit in den Testbetrieb gehen kann.


Ergänzung am 08.02.2015 um 16:15 Uhr aufgrund des Kommentars von Ralf Nietzschmann

Vielleicht sollte es besser heissen: Verbietet die zentrale Speicherung aller Patientendaten. Die zentrale Erfassung, ähnlich der KfZ-Punktedatei in Flensburg, weckt Begehrlichkeiten der "Gesundheitsindustrie", nicht die Daten, die auf der Patientenkarte gespeichert sind! Damit habe ich keine Probleme, wenn sie entsprechend verschlüsselt sind, zumindest besser verschlüsselt als die Bankkarten.

1 Kommentar :

  1. Hallo Gerd, hallo Lesende,

    wenn ich solche Beiträge lese, dann kämpft der Techniker in mir und ich versuche das Für und Wider abzuwägen.
    Keinesfalls möchte ich den dargestellten Inhalt des Artikels dabei in Zweifel stellen.

    Wäre eine solche e – Card für viele Menschen nicht auch u.U. ein lebensrettender Vorteil?
    Kann sie im Notfall, egal ob Unfall, oder ärztliche Notfallhilfe zu Hause, den Notfallarzt nicht wertvolle Hilfe für die Erstvorsorge, oder weitere notwendige Entscheidungen sein, wenn er Patientendaten vor Ort einsehen kann?
    Jede technische Möglichkeit, muss doch immer eine Nutzensabwägung sein.
    Noch ein Beispiel, dass ich gerne bei solchen Diskussionen bringe.
    Sind die Angehörigen eines Demenzkranken nicht froh, wenn er über Handy geortet werden kann, wenn er sich verlaufen hat?
    Die meisten Menschen, die sich nur minimaler Technik bedienen, geben (müssen) doch meistens unbewusst ihre Metadaten schon preis.
    Ich habe vor kurzer Zeit einen Freund bewiesen, welche Daten er preisgibt, wenn er glaubt harmlos im Internet zur surfen.Dabei hilft es auch nicht, im sogenannten Privatmodus ins Netz zu gehen.
    Er verschleiert nur die Chronik auf den benutzten Rechner.

    Wer zum Beispiel mit dem Firefox ins Netz geht, sollte sich mal das Addon – Lightbeam - herunterladen, dann auf beliebigen Seiten surfen und nach einer Weile Lightbeam aufrufen.

    Man sollte nicht erschrecken, wenn man da sieht, wohin seine Daten von der ursprünglich angewählten Seite überall hingehen. https://www.mozilla.org/de/lightbeam/

    Wer heute mit einen Smartphone unterwegs ist, benutzt Apps. Schon alleine diese Tatsache ermöglicht ein Datenprofil zu erstellen, dass vieles über die Lebensgewohnheiten verrät.
    Wir haben mal im Freundeskreis, alle aus der Informatik /EDV kommend, diesbezüglich Versuche gemacht, dabei mit PC, Notebook, Smartphone, Navis gearbeitet, die Geräte ohne besonderen Schutz, damit meine ich nicht Virenschutzprogramme, aber ohne Adblock , oder Verschleierungsmaßnahmen( Anti Browser), oder Proxyserver gearbeitet, dabei bestimmte Seiten aufgerufen, zum Bsp. Technikanfragen, Reisen, bestimmte Routen benutzt, zum Bsp. Saunaaufenhalt. Wir mussten feststellen, dass wir gezielt Informationen erhalten haben, die diese Bereiche tangierten. Einfacher wird es nun für „Datensammler“nochmal, wenn man Facebook nutzt, durch die neuen Nutzungsbedingungen.
    Was will ich damit sagen?Wir sind alle, je nachdem wie wir notwendige Technik nutzen/müssen, gläsern. Selbst die Überwachung durch die NSA, oder anderer Geheimdienste sammeln „nur“ unsere Metadaten und können bei Bedarf, ohne direkte Inhalte zu speichern, ein sehr genaues Lebensprofil/ Bewegungsprofil von uns erstellen.
    Deshalb sehe ich die e– Card, als nicht so dramatisch an. Wenn jemand interessiert ist, egal ob Pharmaindustrie, oder vermeintlicher Arbeitgeber, gibt es soviel Quellen, um an Daten heranzukommen, die nun nicht unbedingt die e- - Card als Quelle benötigen, aber diese den einen oder anderen Menschen das Leben retten kann.
    Es ist eben schade, dass die Erfinder von technischen sinnvollen Dingen, nicht entscheiden können, wer sie nutzen darf oder nicht. Eine Illusion bleibt es für mich, auch mit irgendwelchen Gesetzen, die Entwicklung des „gläsernen Menschen“ zu verhindern.Leider wird das auch die Vorratsspeicherung betreffen. Man kann sie nicht verhindern, bestenfalls abmildern, wenn überhaupt. Meine Meinung als Techniker, als politisch denkender Mensch unterstütze ich natürlich Aktionen, die gegen Vorratsdatenspeicherung sind.Protest ist eben eine andere Ebene und ohne Protest wäre alles noch viel schlimmer.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf Nietzschmann

    AntwortenLöschen