Freitag, 23. Januar 2015

Wagenknecht setzt US-Drohnenangriffe mit Pariser Anschlägen gleich

Thema: Drohnenangriffe
t-online.de
Wagenknecht setzt US-Drohnenangriffe mit Pariser Anschlägen gleich

Die stellvertretende Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat die Drohnenangriffe der USA in Afghanistan, Pakistan oder im Jemen mit den Terroranschlägen von Paris verglichen. "Wenn eine vom Westen gesteuerte Drohne eine unschuldige arabische oder afghanische Familie auslöscht, ist das ein genauso verabscheuenswürdiges Verbrechen wie die Terroranschläge von Paris, und es sollte uns mit der gleichen Betroffenheit und dem gleichen Entsetzen erfüllen", so Wagenknecht. Man dürfe da nicht mit zweierlei Maß messen.

Foto: Sven Teschke / Lizenz: Creative Commons CC-by-sa-3.0 de
"Der US-Drohnenkrieg etwa, der auch von Deutschland aus geführt wird, hat schon tausende Unschuldige ermordet und erzeugt in den betroffenen Ländern Gefühle von Ohnmacht, Wut und Hass. Damit bereitet man den Boden für den Terror, den man offiziell bekämpfen will", argumentierte Wagenknecht.

Das gelte auch für den Afghanistan-Krieg, der über viele Jahre mit deutscher Beteiligung geführt wurde. "Auch die Bundeswehr ist für den Tod unschuldiger Menschen in Afghanistan verantwortlich."

Ende westlicher Interventionen gefordert

Als "wichtigste Konsequenz" aus den Terroranschlägen von Paris forderte Wagenknecht das Ende aller Militäreinsätze des Westens im Nahen und Mittleren Osten.

In diesem Sinne hatte auch Linksfraktionschef Gregor Gysi argumentiert. Auch er gab dem Westen eine Mitschuld an der Entstehung des islamistischen Terrorismus. "Al-Kaida und Islamischer Staat waren auch die Folge und Produkte von Militärinterventionen", hatte er in dieser Woche im Bundestag gesagt.

Die US-Drohnenangriffe sind völkerrechtlich umstritten. Bei den gezielten Angriffen auf Terrorverdächtige werden nach Angaben der örtlichen Sicherheitsbehörden immer wieder auch Zivilisten getötet, offizielle US-Angaben gibt es dazu aber nicht. Unbestätigten Medienberichten zufolge werden die Angriffe über eine Satelliten-Station im rheinland-pfälzischen US-Stützpunkt Ramstein gesteuert.

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Quelle: t-online.de

Kommentare aus dem T-Online-Forum

HaFi
die Wagenknecht hat vollkommen Recht. Sie traut sich wenigstens die Wahrheit zu sagen. Unsere Regierung hat doch Angst etwas gegen die USA zu sagen, einfach feige. Der Ami kann doch mit uns machen was er will dann fällt die Merkel immer noch den Amis vor die Füße. so was unfähiges wie die Merkel hatten wir noch nie. Sie macht alles was der AMI will und an die eigene Bevölkerung denkt sie nicht pfui TEUFEL

meesett
Die Terroristen haben das Problem unserer westlichen "Zivilisation" erkannt, bekämpfen abe Unschuldige. Würden die Terroristen die Verantwortlichen (vor allem in der Wirtschaft - denn die steuern ja die Politik) treffen, selbst PEGIDA würde ihnen zujubeln.
Eine Korrektur im Verhalten einiger Mächtiger würde den Terror automatisch beenden). Da aber einige wenige den Hals nicht voll bekommen, werden weiter viele Unschulduge sterben!

als ich weitere Kommentare hinzufügen wollte, musste ich das lesen:
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