Samstag, 10. Januar 2015

Pegida oder ihre Gegner - Wer brachte mehr Leute auf die Straße?

Thema: Pegida
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"Wir sind das Volk"?
Pegida und ihre Gegner: Wer mehr Leute auf die Straße brachte

06.01.2015, 12:14 Uhr | t-online.de
"Wir sind das Volk" behaupten Pegida-Demonstranten immer wieder. Schaut man nur auf Dresden (18.000-Pegida-Anhänger - 4000 Gegendemonstranten) scheint die Sache klar zu sein. Ein Blick auf das Zahlenverhältnis zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten in ganz Deutschland lässt die Sache in einem anderen Licht erscheinen: Rund doppelt so viele Menschen demonstrierten deutschlandweit gegen Pegida wie dafür.

Foto: blog.blauenarzisse.de
Ein kurzer Überblick:

Berlin
In der Bundeshauptstadt kamen rund 300 Sympathisanten des Ablegers Bärgida ("Berliner Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes") zusammen. Ihr geplanter Zug zum Brandenburger Tor wurde allerdings von rund 5000 Gegendemonstranten behindert.

Stuttgart In der Landeshauptstadt Baden-Württembergs demonstrierten 8000 Menschen gegen Fremdenfeindlichkeit. Pegida-Demonstranten gab es dort offenbar keine.

Köln In der Rhein-Metropole standen 500 Pegida-Demonstranten rund 2000 Gegnern gegenüber. Einen Zug in die Innenstadt sagten die Pegida-Leute kurzfristig ab.

Hamburg Hier forderten bei einer Kundgebung am Hauptbahnhof mehr als 4000 Menschen Toleranz und Offenheit gegenüber Flüchtlingen und anderen Kulturen.

Rostock 800 Menschen kamen in der Hansestadt zusammen, um unter dem Motto "Willkommen im Abendland! Rostock für alle" ein Zeichen gegen eine für nächste Woche geplante Pegida-Demonstration zu setzen.

Münster In der westfälischen 300.000-Einwohner-Stadt demonstrierten etwa 10.000 Menschen gegen Pegida.

Marburg In der hessischen Universitätsstadt gingen 3000 Menschen gegen Pegida auf die Straße.

München In Bayerns Landeshauptstadt stellten sich rund 2000 Menschen den rund 50 bis 60 "Muegida"-Anhängern in den Weg.

Die Zahlen aller Veranstaltungen beruhen dabei nur auf Schätzungen. Dennoch lässt sich mit aller Vorsicht folgende Rechnung aufstellen: knapp unter 20.000 demonstrierten bundesweit für Pegida, knapp über 40.000 dagegen.

Erleichterung in der Türkei

Zahlen, die auch im Ausland deutlich wahrgenommen werden: Die Medien in der Türkei reagierten erleichtert auf die gut besuchten Kundgebungen gegen Pegida in Deutschland. Dies sei ein Zeichen einer entschlossenen Haltung gegen Islamfeindlichkeit, lobten türkische Autoren. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Dienstag, die Menschen in der Bundesrepublik hätten angesichts der islamkritischen Bewegung "Stopp" gesagt.

Die Zeitung "Hürriyet" betonte auf ihrer Titelseite, am Vorabend sei die Beleuchtung des Kölner Doms aus Protest gegen Pegida ausgeschaltet worden. "Verdunklung gegen die Islamophobie", lautete die Schlagzeile.

Mehrere türkische Medien widmeten der Berichterstattung über die Anti-Pegida-Kundgebungen breiten Raum. "Zorn gegen Islamophobie", hieß es in der regierungsnahen Zeitung "Aksam". Die ebenfalls regierungsfreundliche "Star" meldete, in Deutschland seien "Tausende gegen Islam-Feindlichkeit" auf die Straße gegangen.
Quelle: t-online.de

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Kommentare aus dem T-Online-Forum

davherr
Genau darauf haben unsere Politiker gewartet. So müssen sie selber nichts tun, wie die letzten Jahre in ihrem Job auch nicht! Was hier keiner kapiert ist das das keine Nazis oder ausländerfeindliche Menschen sind die auf die Strasse gehen, sondern Menschen die sich von der Politik vergessen fühlen! Und genauso ist es auch! Was haben unsere Politiker die letzten Jahre für uns und unser Land getan? Nicht viel! Zumindest nicht für die unteren Schichten! Ich bin dafür das Menschen egal woher sie kommen geholfen wird, die die wirklich Hilfe brauchen! Aber ein Großteil kommt eben nur um unserer Sozialsystem auszunutzen! Dagegen sollte was getan werden, denn die Zeche zahlen wir und nicht Frau Merkel und Co!

Puktgenau
Diese Zahlenspiele sagen gar nichts. Politische Meinungen finden nicht nur auf der Straße statt. Die Mehrheit kann man leichter an den Wahlbeteiligungen messen.
Landtagswahlen ca. 50% der Wahlberechtigten. Gewählte Mehrheit etwas über 25 %. Bleibt neben der sog. Opposition eine unzufriedene absolute Mehrheit von ca. 50 %. Wer ist nun das Volk???

trisel
Ich denke Pegida hat nicht zwagsläufig auch etwas mit Rassismus zu tun.
Meiner Meinung nach nimmt dieser Zulauf an Asylanten und Einwanderern langsam Formen an die Deutschland nicht mehr lange verkraften kann. Dass mittlerweile an Schulen die Kreuze verboten werden oder islamische Feiertage eingeführt werden sollen finde ich gelinde gesagt zum kotzen. Wir leben hier in Deutschland und wer hier leben möchte hat sich unseren Gepflogenheiten anzupassen und nicht wir deren. Das ist überall auf der Welt so und sollte auch bei uns so gehalten werden. Wem das nicht gefällt, dem stehen die Türen und Tore zum Rest der Welt offen. Da können sie dann sehen ob sie in anderen Ländern damit durchkommen.

Ergänzung 19:04 Uhr




Danke Klaus für die Bilder

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