Montag, 12. Januar 2015

Jazenjuk: Geschichtsfälschung in den Tagesthemen

Thema: Geschichtsfälschung
RT-Deutsch
Jazenjuks neonazistisches Geschichtsverständnis in der ARD

Der ukrainische Ministerpräsident Arsenji Jazenjuk hat in einem Interview mit den ARD-Tagesthemen, die Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus Hitlers als „sowjetischen Einmarsch“, den man besser hätte verhindern müssen, bezeichnet. Weder widersprach noch kommentierte die ARD diese revisionistische Darstellung.

Quelle: Screenshot ARD
In den Tagesthemen vom 7. Januar war Jazenjuk eingeladen, um über seine anstehenden Gespräche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu sprechen.
In diesem Zusammenhang fragte ihn die ARD-Nachrichtensprecherin Pinar Atalay:
    “Sie treffen ja morgen auf Kanzlerin Merkel. Sie erwarten eine Menge von ihr, Merkel aber auch viel von Ihnen. Womit wollen Sie die Kanzlerin überzeugen, damit sie Ihnen und Ihrem Land weiterhilft?”
Darauf antwortete Jazenjuk:
    “Deutschland und die Bundeskanzlerin persönlich machen sehr viel, um den Frieden in der Ukraine wieder herzustellen. Und nicht nur in der Ukraine, sondern um die Stabilität in ganz Europa zu gewährleisten. Die russische Aggression in der Ukraine, das ist der Angriff auf die Weltordnung und auf die Ordnung in Europa. Wir können uns alle sehr gut an den sowjetischen Einmarsch in die Ukraine und nach Deutschland erinnern. Das muss man vermeiden und keiner hat das Recht, die Ergebnisse des zweiten Weltkrieges neu zu schreiben. Und das versucht der russische Präsident Herr Putin zu machen“ (Die fragliche Stelle ab Minute 21:44 im Video).


Auf diese Antwort, die explizit und bewusst den Angriff Nazideutschlands auf Russland unterschlägt und in bester revisionistischer Manier die Befreiung Osteuropas und Deutschlands vom Nationalsozialismus durch die Rote Armee als Niederlage bezeichnet, die besser hätte vermieden werden sollen, reagierte weder Atalay noch die Redaktion in irgendeiner Form. Schweigen ist meistens eine passive Form der Zustimmung.

Das Gespräch war voraufgezeichnet und nachbearbeitet worden, es hätte also in jedem Fall die Möglichkeit gegeben, diesem Geschichtsrevisionismus des ukrainischen Ministerpräsidenten zu widersprechen oder zumindest zu kommentieren. Doch aus Gründen, über die man nur spekulieren kann, verzichtete die ARD darauf.

Es wäre wohl an der Ständigen Publikumskonferenz der öffentlich-rechtlichen Medien hier mittels einer erneuten Programmbeschwerde für Aufklärung zu sorgen.
Quelle: RT-Deutsch


... und hier ist die Reaktion der Publikumskonferenz zu lesen wie auch die Antwort der ARD:
https://publikumskonferenz.de/forum/viewtopic.php?f=30&t=351

Sputniknews.com
Experte fordert Jazenjuks Rücktritt nach dessen ARD-Interview

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk soll nach seiner jüngsten Erklärung zurücktreten, wonach Deutschland und die Ukraine im Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion überfallen wurden. Das sagte der Präsident der internationalen Menschenrechtsbewegung „Die Welt ohne Nazismus“, Boris Spiegel, am Samstag in Moskau.

In seinem Interview für die Sendung ARD-„Tagesthemen“ hatte Jazenjuk am vergangenen Mittwoch eine Parallele zwischen dem blutigen Bürgerkrieg in der Ostukraine und dem „Einfall“ der Sowjetunion in die Ukraine und nach Deutschland während des Zweiten Weltkrieges gezogen. „Die sowjetische Invasion der Ukraine und Deutschlands bleibt immer noch in unserer Erinnerung“, hatte Jazenjuk gesagt.

Seine Sprecherin Olga Lappo erklärte danach, der Regierungschef habe auf die Teilung Deutschlands nach dem Krieg angespielt. Zum zweiten Teil von Jazenjuks Aussage – zur „Invasion der Sowjetunion in der Ukraine“ – nahm Lappo keine Stellung.

„Jazenjuks Äußerungen auf europäischer Ebene sprengen den Rahmen des Zulässigen“, fuhr Boris Spiegel fort. „Wir dürfen nicht zulassen, dass ein derart ranghoher Politiker solche Erklärungen unbestraft abgibt.“ Spiegel schlug Jazenjuk vor, in der Presse zu erklären, was er mit seinen Äußerungen gemeint hatte, und sich gegenüber den Veteranen des Großen Vaterländischen Krieges zu entschuldigen.
    „Wir fordern vom ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko, die Frage zu erörtern, ob ein Mensch, der mit seinen kurzsichtigen politischen Ausfällen den politischen Kreisen der Ukraine von heute einen nicht wieder gutzumachenden Schaden zufügt, im Amt des Regierungschefs bleiben darf.“ Spiegel beauftragte ferner die Kommissarin von „Die Welt ohne Nazismus“ in der Ukraine, Anna German, im ersten Halbjahr 2015 eine groß angelegte Konferenz zu Jazenjuks Äußerungen und zu sonstigen „pronazistischen Handlungen“ von Vertretern der radikalen Kräfte in der Ukraine abzuhalten.
Jazenjuks Aussage hatte große Empörung in Russland ausgelöst. Der bekannte Außenpolitiker Konstantin Kossatschjow bezeichnete sie als „historisch-geografischen Nonsens“ und als „Rechtfertigung des Nationalsozialismus“. Sein Kollege Alexej Puschkow von der Staatsduma sagte dazu, Jazenjuk könne nicht mehr ernst genommen werden.

Die Ukraine wirft Russland vor, den Bürgerkrieg im Osten des Landes anzuheizen und „moskautreue Separatisten“ mit Waffen und Kämpfern zu unterstützen. Russland weist dies zurück.

Deutschland hatte am 1. September 1939 mit einer Militärkampagne gegen Polen den Zweiten Weltkrieg ausgelöst.
Quelle: Sputniknews.com

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