Freitag, 2. Januar 2015

Die Maulhure des Jahres 2014 - Wahlergebnis

Thema: Mietmäuler
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“Die Maulhure des Jahres 2014″
Wahlergebnis und Laudatio

Platz 2
Golineh Atai
Platz 1
Claus-Detlev Walter Kleber
Platz 3
Günther Jauch

Die Wahl der “Maulhure des Jahres 2014″ ist beendet und beschert uns einen in jeder Hinsicht würdigen Sieger, sowie zwei nicht minder würdige Platzierte auf den Rängen. Unangefochten an der Spitze steht der vermutlich bestbezahlte Propagandist Deutschlands. Ohne eine fundierte journalistische Ausbildung – dafür aber mit den für seinen Job unabdingbaren Einweisungsjahren in der Besatzungsmacht USA – indoktriniert uns der fest in Atlantik-Brücke und Aspen-Institut verdrahtete Anchorman seit Jahren im Zweiten Deutschen Staatsfernsehen mit der US-amerikanische Sicht auf die Welt – und sei sie auch noch so verlogen.

Er weiß mehr als die Experten der Vereinten Nationen, kann Bombardements, mörderische Wirtschaftssanktionen, sowie Mord und Totschlag als humanitäre Taten und im selben Atemzug Hilfskonvois als Verbrechen gegen die Menschlichkeit verkaufen. Gewaltsame Staatsstreiche durch faschistische Milizen werden durch ihn genauso elegant zu Akten der Befreiung umgedeutet, wie Wahlen und Referenden zu völkerrechtswidrigen Annexionen umdeklariert. Er ist der geborene Verkäufer seiner selbst und höchst talentierter Verdreher der Wahrheit im Auftrag einer Ideologie mit dem Anspruch der Weltherrschaft. Einer wie er hätte unter Goebbels genauso Karriere gemacht, wie unter Nixon, Stalin oder Mao. Frei von störenden Skrupeln, hinderlicher Moral oder dem Anspruch eines konsistenten Wertesystems, dafür aber flexibel wie Gummi und sauber wie Teflon. Die Maulhure 2014 ist ...

Claus-Detlev Walter Kleber

Mit 4.686 bei insgesamt 44.221 abgegebenen Stimmen konnte der ZDF-Mann die nicht minder begabten Realitäts- und Wahrheitsfälscher, Lügner und Hetzer Golineh Atai (3279 Stimmen) und Günther Jauch (2694 Stimmen) von der ARD auf die Ränge verweisen. Berufslügner Udo Lielischkies schaffte nur einen enttäuschenden fünften Platz. Ein klares Zeichen dafür, dass auch viele nicht regelmäßige Leser der Propagandaschau an der Abstimmung teilgenommen haben. Das Gesamtergebnis als Download.
 https://propagandaschau.files.wordpress.com/2014/12/ergebnis-maulhure-2014.doc


Was ist Information? Was ist Propaganda?

Schon der in den Kommentaren zur Wahl deutlich gewordene Disput um die Wahl des Wortes “Maulhure” zeigt die Wirkung von Propaganda. Propaganda will – anders als die reine intentionslose Information – Meinung machen, Denken beeinflussen und Wertungen hervorrufen. Kampfbegriffe der Propaganda (Antisemit, Antiamerikaner, Putinversteher, Verschwörungstheoretiker, etc.) sind in der Regel negativ besetzt, da es gilt, einen zum Feind erkorenen Widersacher zu diffamieren, ins Unrecht zu setzen, lächerlich zu machen oder schlimmstenfalls zum Töten freizugeben. Im aktuellen Wording der westlichen Staatspropaganda geschieht letzteres mit dem Label “Terrorist”, das von der deutschen Journaille geradezu exzessiv und pauschal an Menschen geheftet wird, die sich westlicher Geopolitik entgegenstellen – und sei es nur, wenn sie ihre eigene Scholle verteidigen.

Maulhure sei ein diffamierender Begriff, meinen einige Leser. Er sei propagandistisch, weil er Journalisten diffamiere, deshalb wäre ein neutralerer Begriff besser geeignet. Andere meinten – mit nicht weniger Überzeugung – die Wahl des Begriffs diffamiere rechtschaffene Huren, die ja – anders als die kriegsvorbereitende und Krieg rechtfertigende Journaille – einen sozialen Dienst an der Gesellschaft verrichten. Es ist also offensichtlich so, dass ein und derselbe Begriff (Hure) mit völlig unterschiedlichen Wertungen belegt ist. Um seinen wahren Gehalt, die Information hinter dem Begriff, herauszuschälen, muss man nur wertfrei das betrachten, wofür der Begriff steht. Dieses gedankliche Prozedere, die wertungsfreie Betrachtung der reinen Information, ist die Grundlage der Entlarvung jeder Propaganda.

Wofür steht also der Begriff Hure? Dazu müssen wir nicht einmal die Wortabstammung zu Rate ziehen, denn inhaltlich hat sich an dem, wofür das Wort steht, über die Jahrhunderte herzlich wenig geändert. Huren im engeren Sinne tun nichts anderes, als gegen Geld die natürlichen Bedürfnisse von Menschen zu befriedigen, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht in der Lage oder Willens sind, dies selbst zu tun. Eine Hure verrichtet damit einen sozialen Dienst, der sich nur unwesentlich von anderen, gesellschaftlich anerkannten, sozialen Tätigkeiten, wie der Alten- oder Krankenpflege unterscheidet. Sämtliche negative Wertungen, die über die Tätigkeit der Hure gestülpt werden, stammen aus ideologischen Weltanschauungen, die dahingehend einen totalitären Anspruch erheben, dass sie sich anmaßen, sexuelle Kontakte zwischen erwachsenen Mitgliedern einer Gesellschaft zu reglementieren oder kontrollieren.

Was der Einzelne über die Tätigkeit eine Hure denkt, ist also entweder sachlich neutral oder ideologisch wertend und damit durch (religiöse oder politische) Propaganda geprägt. Dass dieser Blog der wahrhaftigen Anschauung verpflichtet ist, steht nicht im Widerspruch zur bewussten Besetzung des Begriffs Maulhure, sondern ist deren Bedingung und widersetzt sich ganz bewusst einem gesellschaftlichen Diktat der Sprache, das eben nicht frei von unreflektierten, ideologischen Wertungen ist. So wie eine selbstbewusste, freischaffende Hure ihre Arbeit als sozialen Dienst an der Gesellschaft ansehen kann – wenn sie in der Lage ist, sich über möglicherweise negative Moralvorstellungen der Gesellschaft hinwegzusetzen – so wäre auch der Dienst einer journalistischen Hure zunächst einmal moralisch wertfrei und insbesondere ohne Diffamierung.

Die negative Wertung, die dennoch in der sachlichen Verwendung des Begriffs Maulhure steckt, entstammt deshalb nicht dem theologisch-moralischen Komplex, der die Hurerei als unsittlich verdammt, sondern erklärt sich einzig und allein aus der Tatsache, dass hier sogenannte Journalisten ausgezeichnet werden, die nicht sachlich, objektiv und unvoreingenommen berichten, sondern die jenen, die sie bezahlen oder jenen, denen sie sich verpflichtet fühlen, das liefern, was die von ihnen hören oder lesen wollen. Die Diffamierung liegt also nicht in der schlüpfrigen Vorstellung eines gesellschaftlich negativ konnotierten Begriffs, sondern in der damit so zutreffenden, wie entlarvenden Beschreibung der tatsächlichen Tätigkeit der ausgezeichneten Personen. Ein Claus Kleber ist eben kein Journalist, der objektiv und unvoreingenommen über das Weltgeschehen berichtet, sondern eine Maulhure, die gegen erhebliche finanzielle und gesellschaftliche Vorteile die Wirklichkeit so verbiegt, wie man es von ihm erwartet. Maulhuren produzieren gesellschaftliche Zustimmung zu verbrecherischer Politik. Ihren Weg pflastern Leichen, Verkrüppelte, Vertriebene, verbrannte Erde und ein für dumm verkauftes oder selbst zum Krieg aufgehetztes Volk.

Das Wahlergebnis



Bildnachweise:
Platz 1: Tagesschau.de (Screenshot)
Platz 2: Tagesschau.de (Screenshot)
Platz 3: Basti01Lizenz(CC BY-SA 3.0)
Quelle: Wordpress.com

1 Kommentar :

  1. Was ist Politik?

    Der Versuch, etwas zu "regeln", was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das von Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt.

    Warum wird der Blödsinn bis heute versucht, obwohl alles für die Selbstregulation nötige Wissen schon seit der Veröffentlichung von "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform" (Silvio Gesell, 1906) zur Verfügung steht?

    "Der Mensch sinkt, wenn er einmal sinkt, immer unter das Tier."

    Friedrich Nietzsche (Wie man wird, was man ist)

    Eine Affenhorde ist zu dumm, um sich eine Bananenplantage anzulegen; aber eine Horde kapitalistischer Oberaffen hält sich für "intelligent", wenn der mit einer Bananenplantage erzielte Gewinn nicht den Arbeitern zugute kommt, die sich darum kümmern, sondern den Aktionären, die ihre Bananen auf Kosten der Mehrarbeit anderer fressen wollen:

    (Lutherbibel 1984 / Genesis_3,22) "Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist."

    Seit er "aus dem Paradies vertrieben" wurde – d. h., mit der Religion (Rückbindung auf die künstlichen Archetypen Jahwe/Elohim = Investor/Kapitalismus) die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft (Paradies) und Privatkapitalismus (Erbsünde) verloren hat – will der Mensch den "großen Investor" spielen. Darum wurde die Natürliche Wirtschaftsordnung (monopolfreie Marktwirtschaft ohne Kapitalismus = echte Soziale Marktwirtschaft), in der allgemeiner Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden selbstverständlich werden,…

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/10/wohlstand-fur-alle.html

    …bis heute nicht verwirklicht. Alle, die sich für "sozial" halten, sind Staatskapitalisten und alle, die sich "liberal" glauben, sind Privatkapitalisten. Darin erschöpft sich das ganze Denken (falls man es so nennen darf) der politischen Seifenoper des 21. Jahrhunderts:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2014/10/eigennutz-und-gemeinnutz.html

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