Dienstag, 9. Dezember 2014

Die Rache der "Christlich" Demokratischen Union Thüringens

Thema: CDU - Thüringen

Jetzt haben sie doch wirklich alles versucht, die von der CDU Thüringen.
Schützenhilfe aus Berlin, ja sogar aus Bayern haben sie bekommen.
Die schärfsten Waffen der Medienfront, Anne Will, Maybritt Iller, wurden für sie eingesetzt, alles vergebens! Bodo Ramelow ist trotz etlicher Intrigen Ministerpräsident von Thüringen geworden.
Ja das kann einen schon gewaltig frustrieren wenn man ein CDU-Anbeter ist!

"Thüringer CDU erschwert Ramelows Amtsantritt"
schreibt Spiegel online am 7.12.2014
Thüringens neuer Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) muss mit seinem rotrotgrünen Kabinett gegen Intrigen der nach 24 Jahren abgewählten CDU ankämpfen.

Die Stellenkungelei kurz vor Toresschluss scheint ja allgemein üblich geworden und keine Erfindung eines Herrn Niebel von der FDP oder von Spezln aus der CSU zu sein.
    "Was hier abläuft, ist unanständig", klagt Siegesmund, Hoff spricht vom Versuch einer Demütigung. Die Trickserei hatte sich bereits vor der Wahl Ramelows zum Ministerpräsidenten abgezeichnet."
Er meint die Stellen für persönliche Referenten und Büroleiter und das Verhalten des CDU-Finanzministers in den letzten Wochen.

... und Christph Lütgert vom NDR schreibt bei tagesschau.de:
Union kritisiert Ramelow-Wahl in Thüringen
Verlogene Heulsusen
Stand: 06.12.2014 10:13 Uhr
Man kann das rot-rot-grüne Bündnis in Thüringen und die Wahl von Bodo Ramelow zum ersten Ministerpräsidenten der Linkspartei gut finden oder schlecht - für beide Sichtweisen mag es Gründe geben. Aber das Lamento der Verlierer-CDU wie der CSU ist an Verlogenheit kaum noch zu überbieten.

Die christdemokratischen und christsozialen Heulsusen blenden die unrühmliche Vergangenheit ihrer Partei in der DDR dermaßen frech aus, dass man es schon unverschämt nennen muss. Ramelows Wahl sei "ein Tag der Schande für das wiedervereinigte Deutschland" tönt es aus der Union, ein Schlag ins Gesicht der SED-Opfer, eine Beleidigung für die Menschen, die vor 25 Jahren in der DDR für die Freiheit auf die Straße gegangen seien. CDU-Generalsekretär Peter Tauber warnt SPD, Grüne und Linkspartei in Thüringen "Geschichtsklitterung" vor.

Geschichtsklitterung mit Schimpfkanonaden

Dabei ist es die Union, die mit ihren moralisierenden Schimpfkanonaden skrupellos klittert. Augenscheinlich ist vergessen, wie ungeniert sich die CDU des legendären Einheitskanzlers Helmut Kohl nach dem Fall der Mauer die DDR-CDU mitsamt deren Vermögen einverleibte, obwohl die es kaum weniger schlimm als die SED getrieben hatte.

Dass die Ost-CDU als Blockpartei fest an der Seite der SED mitverantwortlich für das DDR-Unrechtsregime war, störte die Parteifreunde im Westen nicht. Mit Pathos und Absingen der Nationalhymne schlossen sich im vereinten Deutschland die Christdemokraten aus Ost und West zusammen.

Ost-CDU bedenkenlos eingegliedert

Bedenkenlos wurden Männer in höchste Staats- und Parteiämter gehievt, die noch kurz vorher Mitläufer oder sogar Mittäter im repressiven DDR-System waren: Erster CDU-Ministerpräsident nach dem Mauerfall wurde beispielsweise in Thüringen Josef Duchac, ein Politiker, schon zu DDR-Zeiten ganz oben, dessen Vergangenheit gewiss sehr viel kritischer zu bewerten war als heute die Vergangenheit des linken Wessis Bodo Ramelow.

Vergessen und faktisch vergeben, was der Vorsitzende der CDU-Ost, Gerald Götting, noch kurz vor dem Zusammenbruch der DDR herausposaunt hatte: "Unsere historische Entscheidung für den Sozialismus, für die Teilnahme an seinem Aufbau in der Deutschen Demokratischen Republik war richtig und hat sich bewährt." Und dass im Zentralorgan der DDR-CDU jedes Jahr zum 13. August die Mauer gefeiert und damit die Mauertoten verhöhnt wurden - Schwamm drüber.

Jetzt also stellt die Linkspartei, die SED-Nachfolgepartei, in Thüringen den Ministerpräsidenten. Über zwei Jahrzehnte lang machte das die Nachfolge-Organisation der CDU-Blockpartei. Und die hat nicht mal den Namen gewechselt. Trotzdem ist Thüringen nicht untergegangen.

Und das soll "christlich" sein, was die da am Ende veranstaltet haben? Das soll unserer "christlich - jüdischen Wertegemeinschaft" entsprechen? Was ich nicht haben kann, das soll auch niemand anderes haben - ist dieses kindliche Verhalten richtungsweisend für die CDU?

Kommentare :

  1. Klaus Förster09.12.14, 14:19

    Wie CDU und AfD Bodo Ramelow verhindern wollten!

    Hinterhältig und verlogen

    "Die Planungen der CDU in Thüringen, gemeinsam mit der AfD bei der Ministerpräsidentenwahl am vergangenen Freitag einen eigenen Kandidaten gegen Bodo Ramelow von der Linkspartei ins Rennen zu schicken, waren offenbar deutlich weiter fortgeschritten als bislang bekannt.

    "Der Spiegel" berichtet, CDU-Fraktionschef Mike Mohring habe die Thüringer CDU-Fraktionsführung am 4. November von konkreten Überlegungen für den Fall einer Kampfkandidatur gegen Ramelow unterrichtet: "Mindestens muss klar sein: Die CDU muss stehen, und die AfD muss stehen. Also wenn, muss ich mit 45 Stimmen da rausgehen", zitiert ihn das Magazin.

    Sein Draht zur AfD sei "gut", sagte Mohring weiter. Er treffe sich diese Woche mit AfD-Vertretern. "Und dann muss man das besprechen."

    Mohring behauptete nach Angaben des "Spiegel" in der kleinen Runde zudem, dass er die Zustimmung von Kanzlerin Angela Merkel für den Flirt mit der AfD habe. Auch der Thüringer AfD-Fraktionschef Björn Höcke bestätigte "ein Treffen und danach regelmäßige Telefonate". Höcke hatte Mohring kurz vor der Wahl als "jungen Stürmer" gelobt, der "voll im Saft" stehe. Der AfD-Spitzenmann sagte der "Zeit", für den Fall einer Kandidatur könne Mohring mit allen Stimmen seiner Fraktion rechnen."

    weiter: http://www.tagesspiegel.de/politik/mike-mohrings-plan-in-thueringen-wie-cdu-und-afd-bodo-ramelow-verhindern-wollten/11085556.html

    Ohne weiteren Kommentar, da dieses "Verhalten" für sich spricht.

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  2. K.Förster09.12.14, 17:24

    Die Wanzen suchen nach Wanzen :)

    Erwischt. Statt Ehrlichkeit wird der Bote der Nachricht gejagt:
    "CDU sucht mit Strafanzeige nach undichter Stelle

    Die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag hat wegen einer Indiskretion im Zusammenhang mit Gesprächen über die AfD die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Behördensprecherin Annette Schmitt-ter Hell sagte am Dienstag, es werde gegen Unbekannt ermittelt. Ermittler des Landeskriminalamts hätten deswegen bereits am Sonnabend einen Fraktionsraum nach Wanzen und anderen verbotenen technischen Hilfsmitteln zum Abhören durchsucht. Hintergrund sei, dass Fraktionschef Mike Mohring vom "Spiegel" am Sonntagmorgen mit Aussagen zitiert worden sei, die nur in diesem Raum bei einer Sitzung des Fraktionsvorstandes gefallen sein sollen. Ob etwas gefunden wurde, dazu wollte sich die Staatsanwaltschaft nicht äußern.
    Weiter: http://www.mdr.de/thueringen/cdu-fraktion-raum-landtag-durchsucht100.html

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    1. Hallo Klaus, hallo Lesende,

      zur Thüringenwahl habe ich mich umfänglich bei http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/
      geäußert.
      Ich möchte nur noch ergänzend hinzufügen. Wer heute noch glaubt, dass die CDU wirklich nicht schon lange hinter den Kulissen mit der AfD verhandelt, glaubt auch noch an den Weihnachtsmann.
      Merkel, die Frau ohne Rückgrat, wird doch alles unternehmen um an der Macht zu bleiben.
      Wenn man nun die Konstellation im Bundesrat zur Kenntnis nimmt, ist doch zu mindestens ihre alternativlose Stellung gefährdet.Auch innerhalb der EU weht der Wind von vorn, siehe Frankreich.
      Ich sehe nur eins, Thüringen könnte richtungsweisend werden, dass sich die SPD besinnt, dass sie mal Arbeiterpartei war.Es wird für Ramelow bestimmt nicht leicht zu regieren. Ich vertraue aber seiner Kompetenz als Gewerkschaftsfunktionär aus dem Westen.
      Wenn er den Mittelstand, die kleinen Handwerksbetriebe hinter sich bringt, wäre schon viel erreicht.
      Natürlich gibt es ja immer wieder Leute, die Schreckgespenste an die Wand malen.
      Ich glaube daran nicht und bleibe dabei, die heutige Linke ist eher der Tradition der SPD verbunden, als die jetzige SPD bezogen auf die Parteispitze.

      Mit freundlichen Grüßen

      Ralf Nietzschmann

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