Mittwoch, 3. Dezember 2014

Der Umfaller des Jahres 2014? Sigmar Gabriel von der SPD natürlich!

Thema: TTIP
Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Sigmar Gabriel brüskiert SPD:
Freihandel CETA kommt ohne Wenn und Aber


Sigmar Gabriel liefert den Umfaller des Jahres: Nachdem der SPD-Chef seiner eigenen Partei noch vor wenigen Wochen versprochen hatte, die umstrittenen Schiedsgerichts-Regelungen aus dem Freihandelsabkommen Ceta zu streichen, sagt Gabriel nun: «Wenn der Rest Europas dieses Abkommen will, dann wird Deutschland dem auch zustimmen. Das geht gar nicht anders.»
Die Schiedsgerichte bleiben im Abkommen - ohne Wenn und Aber.


Na ja, das ist bei der SPD ja nichts Neues. Sie haben schon oft das Kunststück fertig gebracht, schon am Boden liegend noch umzufallen. Aber ist das nicht der Gabriel, der am 27.02.2010 in Dortmund auf einer Wahlkampfveranstaltung unter Applaus seiner Genossen gesagt hat: "Ich sage euch, wir haben gar keine Bundesregierung, wir haben - Frau Merkel ist Geschäftsführerin einer Nichtregierungsorganisation in Deutschland! Das ist es was sie ist!"?
Ja was ist denn dann der Umfaller des Jahres 2014?
Aufs Wort gehorchender Sekretär der Geschäftsleitung oder doch eher rückgratlose Marionette an den Strippen der US-Administration? - oder beides?



Deutsche Wirtschafts Nachrichten
Unabhängige Studie:
TTIP vernichtet in Europa 583.000 Arbeitsplätze


Die erste wirklich unabhängige Studie über die Folgen des Freihandelsabkommens TTIP kommt zu einem für Europa verheerenden Ergebnis: 583.000 Arbeitsplätze werden bis 2025 in der EU verlorengehen. Die Exporte werden schrumpfen, ebenso das Bruttoinlandsprodukt. Löhne und Steuereinnahmen werden sinken. In den USA werden all diese Kennzahlen dagegen steigen. Die einzigen, die in der EU profitieren, sind die Kapitalvermögen. Das TTIP erweist sich demnach als gefährlicher Turbo für die Umverteilung von Arm zu Reich.


Transatlantic Trade and Investment Partnership:
Europäische Desintegration, Arbeitslosigkeit und Instabilität
Jeronim Capaldo
October 2014
hier nur ein wichtiger Punkt der Studie:
    o TTIP zu einem Rückgang von Arbeitsplätzen führen würde. Unsere Berechnungen ergeben einen ungefähren Rückgang von 600.000 Jobs für die EU. Die Nordeuropäischen Staaten wären am meisten betroffen (- 223.000 Jobs), gefolgt von Deutschland (- 134.000 Jobs), Frankreich (- 130.000 Jobs) und die südeuropäischen Staaten (- 90.000 Jobs)
hier kann es jeder selber nachlesen: Link zur Studie
CETA: SPD-Linke wirft Gabriel Wortbruch bei Freihandel vor

SPD-Chef Sigmar Gabriel stößt bei seiner eigenen Partei nach seinem Umfaller beim Freihandelsabkommen CETA auf Widerstand. Er solle einer Funktionärin einen Beschluss in der Partei versprochen haben, bevor er dem Abkommen zustimmen werde.
Lesen Sie hier weiter: Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Kommentare

Aaliyah sagt:
Herr Gabriel hat von der Frau Merkel schnell gelernt, wie man das Volk verschaukelt

Ulle sagt:
In seiner Bundestagsrede sagte Herr Gabriel, er habe ein gutes Gedächtnis. Das habe ich auch. Vor ein paar Monaten sagte er zu TTIP/CETA, man könne nichts kritisieren, was man nicht kenne, vor einigen Wochen auf dem SPD-Konvent: Ohne Investitionsschutz, heute: Klar, unterschreibe ich. Mutieren eigentlich alle Politiker zu kleinen Diktatoren?

Severa Snape sagt:
Wer hat uns verraten? …
Mehr gibt es dazu wirklich nicht mehr zu sagen. Wie in Kommentaren zu einem anderen Artikel von einem Mitforisten bereits angemerkt:
Unsere Kinder und Enkel werden uns für diesen Dreck noch hassen.


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