Montag, 24. November 2014

Günther Jauch - 23.11.2014 - Antwort an Putin

die Gäste
Foto: ARD
  • Matthias Platzeck SPD, Vorsitzender des Deutsch-Russischen Forums, ehemaliger Ministerpräsident von Brandenburg
  • Wolf Biermann Bürgerrechtler, Musiker
  • Gabriele Krone-Schmalz Journalistin, ehemalige Moskau-Korrespondentin
  • Alexander Graf Lambsdorff FDP, Stellvertretender Vorsitzender des Europäischen Parlaments


Link zur Sendung: (hier)
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Das Thema:
Antwort an Putin: Nachgeben oder Härte zeigen?

Dazu schreibt die Redaktion:
Selten gibt es so großen Wirbel um ein Interview: Rund sechs Millionen Menschen sahen am vergangenen Sonntag bei GÜNTHER JAUCH das Gespräch mit Wladimir Putin, das bis heute für heftige Diskussionen sorgt. Nicht nur die Zuschauer bewerten das Interview kontrovers, sondern auch die Medien sind sich uneinig in der Analyse. Während die einen Putins Worte für verlogen halten und den Kreml-Chef als große Gefahr ansehen, loben die anderen die klaren Worte des russischen Staatspräsidenten und halten seine Argumente für nachvollziehbar.

Auch die Politik ist sich uneins, wenn es um Putin geht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) richtete Anfang dieser Woche scharfe Worte an den Kreml-Chef, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) kehrte besorgt von Gesprächen aus Moskau zurück. Der frühere brandenburgische Ministerpräsident und ehemalige SPD-Chef Matthias Platzeck hingegen wirbt für einen versöhnlichen Umgang mit Russland und fordert, die Krim-Frage völkerrechtlich so zu regeln, „dass sie für alle hinnehmbar ist“.

Putin polarisiert wie kaum ein anderer Politiker. Der Konflikt zwischen Russland und dem Westen scheint unlösbar, die Verhandlungen stecken fest, eine Annäherung ist derzeit nicht in Sicht.

Besteht die Gefahr eines neuen Kalten Krieges? Wie sollte der Westen auf Putins Handeln reagieren – nachgiebig oder eisern?

Kommentar von T-Online

Putin-Talk bei Jauch
Dämonisierung statt Aufklärung
24.11.2014, 11:00 Uhr | Marc L. Merten, t-online.de
Nachgeben oder Härte zeigen? Günther Jauch wollte es nach seinem Coup in der Vorwoche ganz genau wissen und stellte die Putin-Frage: Wie kommt der Westen aus der Sackgasse mit Russland wieder heraus? Die Antwort: Mit allem, nur nicht mit solchen Diskussionsrunden. Nach 60 Minuten Polit-Talk am Rande des körperlichen Schmerzes blieb nur die Frage: Wo ist eigentlich Helene Fischer, wenn man sie mal braucht?
Liedermacher Wolf Biermann machte bei "Günther Jauch" keine gute Figur und wirkte eher wie eine Figur aus Loriot-Sketchen.
Kommentar von Holzkiste dazu:
Biermann redet viel und weiß selbst am Schluss nicht mehr was er gesagt hat. Er ist ein alter Querulant ohne politischen Sachverstand - er ist ein Hohlschwätzer.

Kommentare aus dem Forum

Frauke H. schrieb:
Immer wieder dieses Hetzthema. Wenn es endlich einmal ehrlich kommentiert würde, ginge es ja noch. Aber es wird nur immer wieder über Putin gehetzt. Warum soll Putin Schuld daran tragen, dass die USA dabei erwischt wurde, wie sie wieder mal in ein Land rund um Russland die Füße setzen wollte. Sollte Putin zulassen, dass genau neben d. russ. Militärbasis auf der Krim, die USA ebenfalls eine Basis errichtet? Mir scheint, die USA hat nicht bemerkt, dass nach einem Suffkopp Jelzin u. einem "Seelenverkäufer" Gorbatschow nun ein neuer Regent im Kreml sitzt, der nicht käuflich ist, sondern für sein Land eintritt. Ziel der USA sind die Öl- und Gasvorkommen im Schwarzmeer u. Kaspischen Meer Bereich. Das sollte mal ehrl. gesagt werden.
Ich finde es, wie viele andere, gut, dass Putin seine Region derart gut verteidigt u. den Amerikanern endl. einmal Einhalt gebietet. Überall, wo es was zu holen gibt, destabilisiert die USA die Länder, um dann and. Ländern ihre Ressourcen zu stehlen.
Mich nervt es deshalb nur noch, dass ständig auf Putin herumgehackt wird. Gerade wir Deutschen sollten uns näher an Russl. anschließen, denn wir brauchen Russl. mehr als die USA.
Außerdem frage ich mich, was Biermann in dieser Runde soll. Sachlich hat er zu dem Thema sicherlich nichts beizutragen. Der Typ war mir früher schon suspekt und ist es heute umso mehr. Seinen Auftritt im Bundestag fand ich nur kindisch und er machte mir einen schon sehr verkalkten Eindruck.

WO SIND IHRE MÖRDER? schrieb:
Buh-Rufe gegen Poroschenko auf dem Maidan, warum schweigt die US-Merkel Regierung auch zu MH17 und zu ODESSA und zu den Streubomben? Sind das die Werte die Merkel meint?

Österreicher schrieb:
Eure amerikanische Kanzlerin hat sich die ganze EU unter den Nagel gerissen, auf dem Maidan Platz geputscht und jetzt muss ganz Europa wegen euch Deutschen bezahlen. Bitte kommt zu uns nicht mehr auf Urlaub und schon gar nicht mehr zum arbeiten, deutsche Produkte werden auch keine mehr gekauft.
Habe mir gerade eine HILTI Akku gekauft, anstatt ein deutsches Produkt. […]

Sascha L. schrieb:
Die EU bedeutet nicht nur Demokratie und Freiheit, sondern auch Armut durch Massenarbeitslosigkeit, Schulden, harte Reformen usw...Wenn Frankreich sich wirtschaftlich nicht erholt, hat die EU bald ein zusätzliches Problem, nämlich ein existentielles. Selten war sich die EU so einig wie bei den Sanktionen gegen Russland, wobei die wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen kaum eine Rolle zu spielen scheinen. Erstaunlich, angesichts der ohnehin fragilen Wirtschftssituationen in den EU-Staaten. Es geht m.E. um mehr als um territoriale Machtansprüche. Es geht um den Beginn eines globalen Währungskrieges. Nach der Annexion der Krim stuften US-Ratingagenturen Russland deutlich herab, woraufhin Russland und China ein Abkommen zur Gründung einer eigenen Ratingagentur unterzeichneten. Außerdem planen die fünf Brics-Staaten Russland, China, Indien, Brasilien und Südafrika die Gründung einer Entwicklungsbank als Gegenpol zum IWF und zur Weltbank, die von der USA und der EU dominiert werden. Die Entwicklungsbank mit zukünftigem Sitz in Shanghai und einem Mittelvolumen von 100 Milliarden US-Dollar sowie einem Währungsreservetopf in gleicher Höhe, von dem China den Löwenanteil übernehmen wird, soll die Brics-Staaten unabhängiger von internationalen Finanzsituationen und somit von westlichen Industrieländern machen. Ich stimme mit Genscher überein, der sagt, der für Krisenzeiten geschaffene NATO-Russland-Rat müsse wiederbelebt werden. Zuvor plädiere ich für die Aufhebung der Sanktionen.

Ludwig Meisriemel schrieb:
sehr gut beschrieben, danke.
EU und Armut das ist ja Teufelszeug in Bezug auf Deutschland.
Aber genau so ist es!! Wir haben 25 % Arme.
Und nicht armutsgefährdete, wie oft wird dieses saudumme, verschleiernde Wort gebraucht.

Frauke H. schrieb:
Richtig! So sehe ich das auch. Und wenn man ehrlich ist, dann haben wir es selbst dahin getrieben, dass Russl. sich in Richtung China u.a. Staaten orientiert, was uns noch sehr zum Verhängnis werden wird. Russl. hätten wir in die EU einbinden sollen. Das wäre der EU besser bekommen, als nun für die Schulden der Ukraine aufzukommen, nur weil die USA meint, nun durch die Hintertür trotzdem noch die Füße in Richtung russ. Boden setzen zu können, um von dort aus die die großen Öl- und Gasvorkommen ausbeuten zu können. Wahrscheinlich bekäme es den Amerikanern einmal sehr gut, wenn man sie separiert u. damit zeigt, dass sich Größenwahn nicht auszahlt. Ich glaube nur nicht, dass dies mit unseren ängstlichen Politikern zu machen ist.

A.B. schrieb:
Als Folge der antirussischen EU-Politik im Interesse der USA und NATO zeigen sich bereits erste „Erfolge“. Putin kann wahrscheinlich Nordkorea als neuen Handelspartner gewinnen.
Und die verstärkte Zusammenarbeit mit China wird nicht länger auf sich warten lassen. „Sehr klug“ von unseren Unions-, SPD- und grünen Politikern! Die deutsche Wirtschaft braucht jedoch China und noch mehr Russland.
Das „Handelsabkommen“ mit den USA wird bei uns nach einer unabhängigen (!) Studie Hunderttausende von Arbeitsplätzen kosten!
Vorteile haben nur die amerikanischen Konzerne.
Einfach nur verrückt!

florian schrieb:
Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
Russland ist die letzten jahre auf die EU zugegangen,wollte ein Freihandel, hat sein Militär massiv zurückgefahren.
Der Freihandel mit Russland wurde blockiert. Der Transatlantische massiv erzwungen sogar gegen den Willen der meisten Bürger.
Und als Rußland bekannt gab sich vom Petrodollar zu lösen, war für mich abzusehen wohin das führen kann. Saddam Hussein, Gaddafi, Iran haben das auch umgesetzt. Wendet euer Maß, das ihr gegen Rußland anlegt, doch mal auf unsere Transatlantischen Partner an.
Man könnte das TTIP abkommen aussetzen bis das Völkerrecht auf der anderen Seite des Teiches mal geachtet wird.
Guantanamo, Drohnentötung und NSA-Aktivitäten verstoßen auch gegen das Völkerrecht.
Der Abschuß der MH17 sollte mal langsam objektiv und unparteiisch aufgeklärt werden. Wie kann man eine Geheimhaltung der Ergebnisse der Untersuchung vereinbaren, bei der einer der Hauptbeschuldigten ein Veto gegen die Veröffentlichung einlegen kann?
Ein Blick auf die Rüstungsausgaben zeigt wer sich militärisch die Macht erzwingen will. Vergleicht einmal die Rüstungsausgaben von Rußland und den USA.
Ein satz für die Redaktion und deren Journalisten:
Was wäre es für ein tolles Gefühl wenn du durch deine Arbeit, also Recherche und Berichterstattung, dazu beitragen könntest, dass unsere Welt friedlicher wird, dass Krieg und Waffen geächtet werden. Mit Deinem Beruf könntest du Einfluß auf die Entwicklung nehmen. Wer für Krieg hetzt wird dieses edle Gefühl niemals spüren. Trau dich!

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