Montag, 17. November 2014

Günther Jauch - 16.11.2014 - Forum: Das Putin-Interview – wohin steuert der Kreml-Chef?

die Gäste

Foto: ARD
  • Ursula von der Leyen CDU, Bundesministerin der Verteidigung
  • Hubert Seipel TV-Journalist
  • Sonia Seymour Mikich Chefredakteurin WDR
  • Heinrich August Winkler Historiker

Link zur Sendung: (hier)
Link zum Blog: (hier)


Das Thema:
Das Putin-Interview – wohin steuert der Kreml-Chef?

Dazu schreibt die Redaktion:
„Putin zettelt einen Krieg an.“
„Putin spricht von Neurussland.“
„Putin droht mit Einmarsch in Riga und Warschau.“
„Putin schickt Kriegsschiffe nach Australien.“

Seit Monaten sorgt der russische Staatspräsident für Schlagzeilen, es vergeht kaum ein Tag, an dem es nicht aufrüttelnde Nachrichten aus Russland oder dem Bürgerkrieg in der Ost-Ukraine gibt. Was im November 2013 mit Protesten auf dem Maidan begann, hat sich im Frühjahr 2014 zu einer internationalen Krise zwischen Russland und dem Westen ausgeweitet, die bis heute anhält – und Putin ist der zentrale Strippenzieher.

In einem seiner seltenen Interviews stellt sich Putin nun inmitten der Krise den Fragen des NDR-Journalisten Hubert Seipel. GÜNTHER JAUCH zeigt das Gespräch und diskutiert direkt im Anschluss mit seinen Gästen über den machtbewussten Mann in Moskau und dessen Ziele und Absichten.

Kommentare

Blaue Orchidee schrieb
Natürlich ist W. Putin machtbewußt aber das sind die USA auch und wir müssen ja immer alles abnicken und gut heissen, was der Amerikaner und auch die sonstigen ehem. Siegermächte, wie Großbritannien und Frankreich uns vorbeten.
Nichts gegen die Amerikaner aber wir sollten m.E. etwas zurückhaltender reagieren und es uns nicht ganz mit Russland verderben - schliesslich hängt auch für uns einiges davon ab, wenn wir uns Russland zum Feind machen und was Russland in der Ost-Ukraine treibt, da sollte man immer alle beiden Seiten anhören und nicht ausschließlich auf Putin herumhacken - es gibt immer 2 Seiten einer Medaille.

winfried scholz schrieb
wird das ganze inetrview gesendet oder nur auszüge? wo bleibt ein interview mit zb neocon/obama berater z. brzenzski über sein buch 'die einzige weltmacht'von '97? ich erwarte vom zwangsgebühren-finanzierten ör eine neutrale, analytische, kritische und umfassende berichterstattung..und nicht diese tendenziöse hofberichterstattung ala zb claus kleber..einem mitglied des kuratoriums der atlantikbrücke (bitte googeln sie das). genauso wie sein stellvertreter theveßen. mfgruß

Gerd schrieb
Man hört, liest und sieht mit einer Regelmäßigkeit, wie tägliche Gebete, irgend einer in Kiew, in den USA, bei der Nato und sogar mal ein deutscher Hinterbänkler hat etwas gesehen, gehört, vermutet usw. dann quatschen es drei weitere noch nach und bewiesen ist nichts. Mensch Leute, wenn eben gar nicht richtig klappen will mit dem großen Knall, dann konstruiert doch einen Sender Gleiwitz. Wie soll ich noch einem Land glauben, dass auf dem Mond gewesen sein soll und Jahrzehnte später nicht mehr erkennen kann, was auf der Erde vor sich geht.
Dieser Weltreisende in Sachen "westl. Werte", der die Verordnungen ausstellen will, wie einzelne Länder zu leben haben, hat einfach erkannt, dass sein Stern im sinken ist. Da wird in China das ganze Register von motzen bis schleimen gezogen, nur um näher an das Fell des russischen Bären zu kommen. Da wird die EU als Hiwi degradiert und sie entblödet sich nicht mitzumachen. So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, die EU knallt auseinander, weil sie sich ihr eigenes Grab mit ihrer Russlandpolitik schaufelt und der Weltbeglücker schaltet evtl. Konkurrenz aus, nach dem Motto, willst du nicht mein "Partner" sein, so schlag ich dir den Schädel ein. Am schlimmsten ist aber, dass dann "unsere Volksvertreter" von Souveränität labern.

Paulus schrieb
Noch spannender wäre die die Frage: Wohin steuert, was bezweckt unsere mediale "Mainstream" Putin bzw. Russland Darstellung? Wie weit ist sie gelenkt, beeinflusst durch Rücksichtnahme auf außer russische Interessen, Motive und "Vorgaben"? Soll etwa vom Abbau der demokratisch Einflussnahme z. B. in der BRD und in der EU (siehe z. B. wie J. C. Juncker den Kommissionsvorsitz "ergattert" hat)abgelenkt werden mit der These "woanders z. B. in Putins Russland ist alles noch viel schlimmer". Eine sachliche und faire Beurteilung Putins ist an ein zutreffendes Bild vom Russland, seiner Vielgestaltigkeit, spezifischen Problemlagen und den gegebenen Differenzen aller Art zu Westeuropa zu gewinnen und nicht zuletzt dem Selbstverständnis, das die EU für sich in Anspruch nimmt.
Also ein ausgesprochen politisches und für Deutschland heikles Thema der Sendung, das Polarisierung erwarten lässt.
Gruß Paulus

Christa Klein schrieb
Wir schätzen Putin sehr und mögen Russland und die Russen sehr.
Es ist unmöglich von der Nato und EU ihm so auf die Pelle zu rücken!!Die Nato und EU provozieren ihn ohne Ende,er hält sich sehr gut und hat unseren ganzen Respekt!!
Wir möchten Freundschaft mit unseren russischen Nachbarn,die Russen sind Europäer und wir sind gegen jegliche Sanktionen gegen Russland!! Das Verhalten der EU und der NAto und von Obama gegenüber Russland sehen wir äußerst kritisch.

Universum schrieb
Zum Thema das neueste vom Abstürz MH 17, denn deswegen ist u. a. Herr Putin den unbeliebtesten Politiker des Westen geworden.
http://www.heise.de/tp/artikel/43/43335/1.html#43335_1 über MH17

Robert Kroiß schrieb
Ich kenne die „Wahrheit“ in diesem Streit genauso wenig, wie die Propagandamedien auf beiden Seiten. Aber eines leuchtet mir überhaupt nicht ein. Wenn man „Putin“ einseitig all das Böse unterstellt und in ihm die Leibhaftigkeit und Unberechenbarkeit Satans zu erkennen glaubt; dann zu glauben, dass man „dem Leibhaftigen“ mit Sanktionen und anderen Bosheiten beikommen könnte, da muss man schon ein sehr schräges Verständnis von der „Bosheit“ und der „Leibhaftigkeit Satans“ und seiner „Möglichkeiten“ haben, um daran zu glauben, dass dies am Ende „friedlich“ enden würde und könnte?!
Und wenn ich die Geschichte betrachte, dann frage ich mich, wo waren die Europäer und die USA 1956 in Ungarn und 1968 in Tschechien?! Könnte es sein, dass es in diesen Ländern nicht das zu holen gab, was es in der Ukraine zu holen gibt?! War in der „Kubakrise“ nicht evtl. ein noch viel gefährlicherer und unberechenbarerer Führer in Russland an der Macht?! Könnte es evtl. tatsächlich nicht so sein, dass es gar nicht darauf ankommt, WAS mit wem und in welchem Land geschieht, sondern welche Interessen damit verbunden, zu vertreten und durch- und umzusetzen sind?! Könnte es evtl. auch Gründe für die „Abhängigkeit“ Deutschlands und der EU in dieser Angelegenheit geben, auf Grund derer keine „freien“, unabhängigen und rationalen Verhandlungen mehr möglich sind (sein dürfen)?!

Artur von Blasewitz
ARD-Themenwoche Toleranz
Die Redaktion stellt im Klappentext pflichtschuldigst die journalistisch und stilistisch ausgefeilte Suggestivfrage:
"Kaum eine Woche vergeht, in der Wladimir Putin nicht Schlagzeilen macht. Was denken Sie über den Kreml-Chef? Halten Sie ihn für gefährlich?".
Widerspruch, verehrte Damen und Herren!
Die Unterstellung, Wladimir Wladimirowitsch Putin - dieser Teufel in Menschengestalt - "mache" Schlgzeilen, ist ja wohl ziemlicher ... - na suchen Sie sich selber eine angemssene Bezeichnung aus - soviel journalistischer Sachverstand wird sich ja noch in der Redaktion zusammenkratzen lassen!
Schlagzeilen - verehrte Redaktionäre - werden gemeinhin ( Man beachte die Wortwahl ! ) von Journalisten gemacht!
Bezeichnend auch, der "spontane" Themenwechsel. Weg vom avisierten Thema der Woche der ARD:
"Toleranz"
hin zu - inzwischen zum Pflichtprogramm der ARD avancierten Beleidigungen und Denunziationen eines ausländischen Staatsoberhauptes und damit auch der Einwohner Russlands!
Wenn es um Putin geht, bringt man die "Toleranz" erst mal auf unbestimmte Zeit in den redaktionellen Keller!
Ich erspare es mir - und Ihnen - den eingangs zitierten Satz - mit der denunzierenden Unterstellung und der heuchlerisch angefügten Frage - entsprechend auf Herrn Jauch anzuwenden.
Da fielen mir schon so drei, vier "Knaller" ein.
Aber ich halte mich da an das ARD-Thema
"Toleranz"!

Gerd schrieb
Neben der Kritik an Russland versuchte Obama auch, den amerikanischen Führungsanspruch in der asiatisch-pazifischen Region zu untermauern. "Wir werden unser Engagement stetig und bewusst mit allen Elementen unserer Macht vertiefen." Dazu sollten diplomatische, militärische und ökonomische Mittel dienen sowie Entwicklungshilfe und "die Kraft unserer Werte".
Lohnt sich hierzu noch eine Diskussion ? Als gute "Freunde" werden wir doch auch diesen Anspruch tatkräftig unterstützen, denn ein paar Brosamen wollen wir doch auch. Stimmts ?

Phil K schrieb
Falls die ARD wie damals 2008 mit Thomas Roth das Interview wieder zensiert und erst 2 Wochen später in der Nacht um 3 ganz zeigt: Hier das Transskript von dem Interview
http://rt.com/politics/official-word/205887-putin-interview-sanctions-ukraine/

Böser Putin! Liebe EUSA! schrieb
"... Was im November 2013 mit Protesten auf dem Maidan begann, hat sich im Frühjahr 2014 zu einer internationalen Krise zwischen Russland und dem Westen ausgeweitet, die bis heute anhält – und Putin ist der zentrale Strippenzieher.
In einem seiner seltenen Interviews stellt sich Putin nun inmitten der Krise den Fragen des NDR-Journalisten Hubert Seipel. GÜNTHER JAUCH zeigt das Gespräch und diskutiert direkt im Anschluss mit seinen Gästen über den machtbewussten Mann in Moskau und dessen Ziele und Absichten."
Komisch, ich dachte die ganze Sache ging damit los, dass der damals gewählte ukrainische Präsident das EU-Assoziierungsabkommen nicht unterzeichnen wollte ;-)
Aber das sieht die Atlantikbrücke in der ARD wohl anders.
Auch die Formulierung, dass sich Putin den Fragen "stellt", lässt ja die tief blicken ;-)
Wann hat sich übrigends Frau Merkel oder Herr Obama mal in letzter Zeit "den Fragen gestellt"?.
Egal. Naja, ausgewogene Berichterstattung gibts ja im Staats-TV nicht mehr...
LG Bls
P.S. Könnte sich der RTL-Quiz-Günther vielleicht der Frage stellen, was der "Stippenzieher" HUNTER BIDEN, Sohn des US-Vizepräsidenten, in dem mächstigsten ukrainischen Gasunternehmen "Burisma Holdings" neuerdings so treibt?
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Hunter_Biden
Schöne Grüße an die Atlantikbrücke ;-)

Heinrich schrieb
Die Hetzjagd auf Putin will einfach kein Ende nehmen. Hinter allem stecken die Amerikaner, die einen Keil zwischen Europa/EU und Russland schlagen wollen.
So auch die Sanktionen gegen Russland. Nach anfänglichem Zögern wurde auch Merkel auf Linie gebracht und muss heute im Auftrag der VSA gegen Russland bellen.
Auch die dubiösen Ereignisse in der Ukraine wurden von Amerika aus gesteuert.
Und heute will man Putin den Konflikt in die Schuhe schieben.
Wir haben großes Glück, dass Putin so besonnen ist.
Die Sanktionen gegen Russland haben uns schon sehr viele Arbeitsplätze gekostet. Aber das wird von den Medien verschwiegen!

Annoym schrieb
Das Thema löst sich von alleine:
DWN: "Bereits im Januar kann die Ukraine in einen Staats-Bankrott schlittern. Der Grund: Dann wird eine Anleihe fällig, die Russland hält. Die Ukraine wird nach Einschätzung der Ratingagentur Moody`s in diesem Jahr eine Staatsverschuldung von 66 Prozent aufweisen. Die Russen können die Pleite auslösen, weil die Anleihe eine Klausel enthält, dass die Verschuldung 60 Prozent nicht übersteigen dürfe. Das berichtet die FT. Interessanterweise hat auch die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform die Meldung übernommen – vermutlich, um den Druck auf die EU zu erhöhen.
Die Pleite könnte sich am 29. Januar ereignen, wenn die Anlehe fällig wird. Moody’s schreibt, dass die EU und der IWF angesichts der Gefahr gezwungen sein könnten, noch mehr Geld in die Ukraine zu pumpen. Doch Moody`s hält es für denkbar, das selbst die neuen Gelder von den europäischen Steuerzahlern nicht ausreichen könnten, um den Crash zu verhindern. Die einzige Chance wäre, dass Russland der Ukraine einen Zahlungsaufschub gewährt."

Harry-B (76) schrieb
Ich lese gerade "Klare Warnung Obamas an Putin".
Wie würde die Presse aufheulen wenn man geschrieben hätte "Klare Warnung Putins an Obama"? Sind die westlichen Medien eigentlich noch objektiv?

Eugen Roth schrieb
Putin hat wiederholt betont: Russen und Ukrainer sind praktisch ein Volk und haben jahrhundertelang in einem gemeinsamen Staat gelebt. Kiew ist die Wiege der russischen Nation. Die Putschregierung in Kiew hat nicht umsonst alle russischen Sender in der Ukraine verboten um diese Wahrheit zu unterdrücken. Früher oder später wird sich die Ukraine dank Putins Weitblick und Tatkraft wieder mit Russland vereinen so wie die BRD mit dir DDR. Da Russland Deutschland bei der Wiedervereinigung unterstützt hat sollten wir die russophobe Politik aufgeben und statt dessen Druck auf die Putschisten in Kiew ausüben: Bei einer freien Abstimmung würden die Ukrainer einen Beitritt zu Russland sicher begrüßen. Das war auf der Krim so, das war in Donezk so, das war in Lugansk so und das wäre auch in Kiew, Charkow und Odessa so.

Gerd 49 schrieb
@Eugen Roth Ihr Wunsch ist verständlich. Leider haben Sie zwei Dinge übersehen:
1. "Wir", und genauso unsere Regierung, haben bezüglich Ukraine nichts zu entscheiden, die Kommandos kommen von jenseits des Atlantiks und
2. Sie haben die USA nicht erwähnt. Glauben Sie ernsthaft, die investieren in den Putsch fünf Milliarden Dollar und lassen einen Anschluss an Russland zu? Jetzt wo ihnen schon der Schwarzmeerhafen verloren gegangen ist, werden sie auf die Möglichkeit eines Militärstützpunktes in der Westukraine nicht verzichten. Ein Herr Putin kann sich eigentlich glücklich schätzen, dass die EU die Finanzierung eines Nichtmitgliedslandes übernimmt und als Zugabe auch noch die Tschernobylruine mit ihren gewaltigen Folgekosten bekommt.

Ekkehard Grube schrieb
Soeben in SPIEGEL ONLINE:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/putin-russland-vergroessert-einfluss-in-serbien-und-bosnien-herzegowina-a-1003180.html
Wetten, dass die Putin-Versteher auch diesen Teil der Putinschen Politik ganz toll finden und den Westen schmähen werden?

Gerd 49 schrieb
Werter Herr Grube,
fragen Sie mal einen echten Journalisten was er von der "Intellektuellen-BILD" und ihrer Aufmachung hält, seitdem die Redaktion personalmäßig auf Boulevard umgebaut wurde.

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