Freitag, 14. November 2014

Anne Will - 12.11.2014 - Steueroase Luxemburg


Sendung am 12. November 2014 | 23:00 Uhr
Steueroase Luxemburg - Wirklich ein ganz normales Geschäftsmodell?
Die Gäste im Studio
© Will Media Fotograf Wolfgang Borrs/Marijan Murat
  • Jean Asselborn Außenminister von Luxemburg
  • Sahra Wagenknecht Stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei
  • Christoph Lütgert NDR-Journalist
  • Michael Hüther Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
Nachdem bekannt wurde, dass deutsche und internationale Konzerne mit Unterstützung Luxemburgs Steuerzahlungen in Milliardenhöhe umgehen, wächst der Druck auf den ehemaligen luxemburgischen Premierminister und heutigen EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. Jahrelang wurden unter seiner Regierung mehr als 300 Großkonzernen, darunter auch deutsche Unternehmen wie E.ON und die Deutsche Bank, massive Steuervorteile gewährt. Nun hat die EU-Kommission unter Juncker Ermittlungen gegen das Großherzogtum eingeleitet. Wie beschädigt ist er als Kommissionspräsident? Sind diese Steuerdeals ein kluges Geschäftsmodell oder ein unmoralisches Angebot an die Unternehmen? Und profitiert der Bürger wirklich vom Steuerdumping für Großkonzerne?

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Kommentare aus dem Blog

Nr. 6 von Andreas Hofer
Otto Normalbürger hat keine Steueroase…Otto Normalbürger muß die Steuern zahlen, die ein Staat sich ausgedacht hat, damit der Staat angeblich am Laufen gehalten wird.Unternehmen können aber ihre Steuerlast durch sturile Steueroase usw. reduzieren bzw. gegen Null fahren…..und die Gewinne für die Aktionäre steigen. angeblich soll aber Reichtum verpflichten….für was aber?
Man sollte alle Unternehmen die in unserem Land ansässig sind und / auch hier ihre Produkte vertreiben Steuern zahlen lassen…..sonst raus damit. Auuch dürfen dann ausländische Firmen hier keine Produkte vertreiben, wenn sie hier nicht nach deutschem Recht steuern zahlen….wie Starbucks,Mc Donald usw.
Was aber ganz schlimm ist……hat nicht Herr Schäuble unser Finanzminister nicht vor einigen Wochen auch so etwas angekündigt für Großkonzerne……Steuergeschenke? Der mündige Bürger wird von allen Seiten für blöd verkauft…..und merkt es nicht….wenn er es merken sollte, dann hat er keinem Mum zum demonstrieren……

Nr. 9 von Alisa
Verstehe nicht, warum das erst jetzt “hochgeköchelt”, wird, das weiß doch alle Welt schon lange und jeder wunderte sich, warum kein Hahn danach kräht. Heuchelei wo man hinschaut. Mein Vorschlag zur Güte: man stelle endlich die Steuernzahlerei ein, für alle, ja auch für alle Arbeitnehmer, die Politiker können sich nach “Drittmitteln” umschauen, die Medien gleich hinterher und dann kann die GDL gleich ein paar Tochterunternehmen aufmachen, die dürfen dann ganz tüchtig konkurrieren und außerdem brauchen wir noch viel mehr Religionen zur Belebung der Konkurrenz und über alle die strittigen Fragen und Meinungen noch viele schöne weitere Konflikte mit Kriegen, Kriegen, Kriegen. Das alles wird zu ungeahnten Höhen der Wirtschaft führen und alle leben glücklich bis an ihr Lebensende, und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Amen.

Nr. 303 von Artur von Blasewitz
Es ist ja doch noch ein ganz entspannter Abend geworden

Eigentlich ist es ja meine verdammte Pflicht und Schuldigkeit als verantwortungsbewusster Bürger und seriöses Mitglied unserer Wertegemeischaft, zu jeglichem Thema, das unsere hochgeschätzte Anne Will auf den Redaktionstisch legt, meinen Senf dazuzugeben.

Aber das Thema, bringt – bei aller unbestreitbaren Bedeutung – mein Blut nicht unbedingt in Wallung. Zudem zeigten schon die ersten Stellungnahmen auf diesem Forum, wie “der Hase” wohl “laufen würde”.

Entfacht durch einen – ausgesprochen sendungsbewussten Alleinunterhalter und dessen weitschweifige Traktate – ließen sich selbst ausgeschlafene Foristen und Innen zu ausufernden Grundsatzdiskussionen hinreißen.

Dazu diese unsägliche Besetzung der “Expertenrunde”.

Asselborn – Zu ihm gilt sinngemäß, was ich unter Nr. 13 schon zu Juncker gesagt habe.
    [Nr. 13 von Artur von Blasewitz
    Von Böcken und Gärtnern
    Ich war ja skeptisch – als Juncker kürzlich von den vereinigten konserativen und neoliberalen Kräften auf den Schild des Präsidenten der Europäischen Kommission gehoben wurde.
    Ich will hier nicht in eine allgemeine Politikerschelte ausbrechen – wenngleich es eigentlich nie verkehrt ist – aber Juncker ist einer von jenen Menschen, denen ich nicht einmal die Uhrzeit glauben würde, wenn er sie mir sagt.
    Nun soll er als Präsident der EU ermitteln gegen ein Land, sein Land – das windige Großherzogtum – dessen Premier er bis Dezember 2013 war. Er soll ermitteln gegen einen Komplex von Gesetzen, die er – unter allerlei verscheleiernden Maßnahmen selbst auf den Weg gebracht und durchgepeitscht hat. Merkwürdig – vor meinem geistigen Auge rennen gerade Böcke und Gärtner um die Wette!]
Hüther – Dieser penetrant schwadroniernde Wirtschaftsforscher, Kuratoriumsmitglied der INSM, ist schlicht und ergreifend ein Ärgernis. Frau Will hängt allerdings mit ungebrochener Zuneigung an ihm und den anderen Mitgliedern seiner von Industrieverbänden großzügig alimentierten PR-Gruppierung ( < Wikipedia: INSM ).

Ein Ausriß aus Wikipedia:

"Hüther gilt in Politik und Öffentlichkeit als beliebter Ansprechpartner, fachwissenschaftlich werden seine Arbeiten hingegen kaum rezipiert.".

Man sollte zu diesem Herrn und der INSM noch sehr viel mehr sagen – aber es ist so schönes Wetter und ich habe richtig gute Laune.

Lütgert – Na ja. Rennt ständig mit Mikro und Kamera hinter irgendwelchen Leuten her und ist dann beleidigt, wenn die nicht mit ihm sprechen wollen. Gibt – mehr oder weniger gekonnt – den Empörten.

Sahra Wagenknecht – Selbst sie, die stets Hörens- und Sehenswerte, konnte mich – bei diesem Thema – nicht vor den Schirm locken.

Ich habe dann … – aber das wollen Sie ja gar nicht wissen.
Es ist noch ein sehr entspannter und anregender Abend geworden.

Pressestimmen

Bild.de Steuer-Talk bei Anne Will | Wagenknecht grillt Luxemburgs Außenminister

sueddeutsche.de "Wir haben keinen Platz für Häuser, nur für Briefkästen"
Bei Anne Will wehrt sich Luxemburgs Außenminister Asselborn gegen die Kritik. Er versucht mit Humor zu erklären, warum das Großherzogtum keine Steueroase sei.

faz.net Immer auf die Kleinen
Bei der Steuer hört der Spaß auf. Anne Will versteigt sich zu der Frage „Ist Luxemburg ein Unrechtsstaat?“ Da verliert selbst der „wahnsinnig charmante“ Außenminister des Steuerparadieses die Fassung.


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