Mittwoch, 10. September 2014

Russischer Raketentest in der Nordsee noch im November

Thema: Neue Waffen für russische Armee
RIA Novosti
Atom-U-Boot „Wladimir Monomach“ testet Bulawa-Rakete in Nordsee

MOSKAU, 09. September (RIA Novosti).
Das Atom-U-Boot „Wladimir Monomach“ hat die Produktionsvereinigung Sewmasch für den Teststart einer Bulawa-Rakete in der Nordsee verlassen, wie ein Sprecher der Schiffbaubranche RIA Novosti mitteilte.


Foto: © Rubin Central Design Bureau for Marine Engineering
Früher hatte der russische Vizeverteidigungsminister Juri Borissow mitgeteilt, dass im Jahr 2014 zwei Starts geplant seien. Der erste Start werde im September vom Atom-U-Boot „Wladimir Monomach“ bei den Tests des U-Bootes und der zweite im November erfolgen. Die restlichen Teststarts sollen im Jahr 2015 stattfinden.

Bulawa ist die neueste russische dreistufige U-Boot-gestützte Festtreibstoffrakete. Im September des vorigen Jahres war es im Bordsystem der Rakete während der staatlichen Erprobungen des Atom-U-Kreuzers „Alexander Newski“ zu einer Störung gekommen. In diesem Zusammenhang hatte Verteidigungsminister Sergej Schoigu angeordnet, fünf zusätzliche Bulawa-Teststarts durchzuführen.



RIA Novosti
Neuer Test: Russland feuert Raketenabwehrkiller ab

MOSKAU, 09. Juli (RIA Novosti).
Russlands Militär überprüft mit einem überraschenden Test die Einsatzbereitschaft des Raketenverbandes in Irkutsk, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Mittwoch.

Wie der Sprecher der Raketentruppen, Igor Jegorow, mitteilte, ist ein simulierter Raketenstart geplant. Die Division in Irkutsk ist mit den neuen mobilen RS-26-Raketen („Rubesch“) ausgerüstet, die die US-Raketenabwehr durchbrechen können.



Foto: © RIA Novosti. Vladimir Fedorenko
Die veralteten Interkontinentalraketen des Typs Wojewoda (Nato-Codename: Satana) könnten durch die Rubesch-Raketen ersetzt werden.
Vizepremier Dmitri Rogosin bezeichnete diese Systeme als „Raketenabwehrkiller“. Die taktisch-technischen Daten der Rubesch-Raketen werden von offizieller Seite geheim gehalten. Medienangaben zufolge waren drei von vier Teststarts erfolgreich. Die Rakete kann drei bis vier voneinander unabhängig lenkbare Atomgefechtsköpfe mit einer Kapazität von jeweils 150-300 Kilotonnen und einer Reichweite von mindestens 11.000 Kilometer tragen. Das Know-how der RS-26-Rakete ist, dass jeder Gefechtskopf auf nicht berechenbaren Flugbahnen mit Überschallgeschwindigkeit fliegt. Es gibt keine Abwehrwaffe, die diese Gefechtsköpfe vernichten kann.

Laut dem Kommandeur der strategischen Raketentruppen, Sergej Karakajew, ist die neue Rakete leichter als die im Dienst stehende Jars-Rakete (80 gegenüber 120 Tonnen). Karakajew zufolge wird dieser Raketentyp nicht aus Silos, sondern ausschließlich von mobilen Bodensystemen gestartet.
Im vergangenen Jahr hatte der damalige Leiter der Haupteinsatzverwaltung des Generalstabs, Generaloberst Wladimir Satrudnizki, bei einem Treffen mit Präsident Wladimir Putin erklärt, dass das neue Raketensystem wegen seiner höheren Manövrierfähigkeit die strategische Abschreckung steigere.
Laut Quellen in den strategischen Raketentruppen soll das Raketensystem im kommenden Jahr in Irkutsk in Dienst gestellt werden.

„Russland verstärkt seine strategischen Nuklearkräfte weiter, darunter durch die Entwicklung und die Indienststellung neuer mobiler Raketensysteme“, sagte der Berater der Gesellschaftskammer, Generalmajor Wladimir Bogatyrjow. Wie der Experte betonte, kommen die neuen Raketensysteme komplett aus russischer Produktion. „2011 wurden die neuen mobilen Jars-Systeme mit voneinander unabhängig lenkbaren Gefechtsköpfen in Dienst gestellt.

Jetzt sind es die moderneren Rubesch-Raketen für die strategischen Raketentruppen und die Bulawa-Raketen für die Kriegsflotte, die die weltweit modernsten Waffen vernichten können und damit die militärische Sicherheit des Landes gewährleisten“, so der Experte.

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