Donnerstag, 7. August 2014

Wettbewerb um den iranischen Ölmarkt - US-Proteste gegen Russland

RIA Novosti
USA können Öl-Deal zwischen Russland und Iran nicht verhindern

MOSKAU, 06. August (RIA Novosti).
Russland und der Iran haben eine engere Wirtschaftskooperation vereinbart. Moskau und Teheran planen ein milliardenschweres Geschäft: Russland kauft Öl aus dem Iran. Im Gegenzug bekommen die Iraner Anlagen, Maschinen, etc. Der russischen Regierung zufolge haben die USA versucht, das Geschäft zu vereiteln, schreibt die „Kommersant“ am Mittwoch.

Foto: © Fotolia/ marrakeshh
Russlands Energieminister Alexander Nowak und der iranische Ölminister Bijan Namdar Zanganeh unterzeichneten die Absichtserklärung zum Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. In den kommenden fünf Jahren soll die Kooperation im Bauwesen, im Ausbau der Infrastruktur, in der Öl- und Gaswirtschaft sowie bei den Lieferungen von Maschinen, Anlagen und anderen Gütern erweitert werden. Weitere Abkommen sollen bei einem Treffen am 9. und 10. September in Teheran erörtert werden. Russlands Präsident Wladimir Putin und sein iranischer Amtskollege Hassan Rouhani hatten bereits im September 2013 in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek über eine Vertiefung der Wirtschaftskooperation gesprochen. Beim Gipfel der Kaspi-Anrainer am 29. September in Astrachan soll die Umsetzung der geplanten Kooperationsprojekte genauer behandelt werden.

Moskau will über eine Handelsfirma 2,5 bis drei Millionen Tonnen iranisches Öl pro Jahr beziehen. Mit den Einnahmen aus dem Ölgeschäft will Teheran russische Güter kaufen. Wie der russische Botschafter in Teheran Lewan Dschagarjan betonte, kann der Iran auch Ölprodukte, Zement, Teppiche an Russland verkaufen. Laut dem iranischen Botschafter in Russland Mehdi Sanai wollen die Iraner im Gegenzug Maschinenausrüstungen, Bahnschienen und Lastkraftwagen erwerben. Russische Unternehmen sollen zudem einen zweiten Atommeiler in Buschehr bauen. Teheran will mit russischer Unterstützung sein Bahnnetz elektrifizieren. Außerdem begrüßt die iranische Seite das begonnene Projekt zum Bau einer kleinen Ölraffinerie im Iran.

Nach Angaben der russischen Regierung wollten die USA das Geschäft mit dem Iran zum Scheitern bringen. Der Öl-Deal zwischen dem Iran und Russland verstoße gegen die Sanktionen und die Vereinbarungen zum iranischen Atomprogramm, heißt es in Washington. Wegen den Sanktionen gegen russische Ölkonzerne schert sich Moskau wenig um das Embargo gegen den Iran.

Um den iranischen Markt ist ein harter Wettbewerb entbrannt. Seit Ende 2013 geben sich viele Delegationen aus China, Großbritannien, Deutschland, Frankreich, etc. bei ihren Besuchen in Teheran die Klinke in die Hand.

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