Dienstag, 19. August 2014

US-Banken bereiten sich auf EU-Austritt von Großbritannien vor

Thema: EU-Austritt

US-Banken bereiten sich auf EU-Austritt von Großbritannien vor

Die großen US-amerikanischen Banken schmieden Pläne für den Fall, dass Großbritanniens aus der EU austritt. Einige Geldhäuser planen bereits, nach Irland umzuziehen. Cameron hat versprochen, im Falle seiner Wiederwahl 2015 das britische Volk über einen Austritt abstimmen zu lassen.

Einige große US-Banken treffen Vorbereitungen für den Fall eines Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Citigroup, Morgan Stanley und die Bank of America erwögen, in dem Fall einen Teil ihrer europäischen Geschäfte von London nach Irland zu verlagern, berichtete die Financial Times unter Berufung auf bankennahe Kreise.

Die Pläne befänden sich in einem sehr frühen Stadium. Dennoch seien die US-Banken bereits dabei, sich auf die bevorstehende Bankenunion in der Eurozone vorzubereiten, die Großbritannien zu isolieren droht, und sich letztlich auch für einen möglichen Austritt Großbritanniens aus der EU zu wappnen.

„Ich überlege ehrlich gesagt, einige Aktivitäten nach Irland zu verlagern“, sagte ein leitender Manager einer in Großbritannien ansässigen Wall-Street-Bank. „Ich denke, die irische Notenbank und Regierung würde dies begrüßen.“

Morgan Stanley lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab, die beiden anderen Geldinstitute waren zunächst nicht zu erreichen.

Die meisten US-und asiatischen Banken haben ihren europäischen Hauptsitz in Großbritannien auch deswegen, weil sie damit auch automatisch eine Erlaubnis zur Ausführung ihrer Dienstleistungen in allen 28 EU-Ländern haben. Diese Rechte könnten die Banken beim Austritt Großbritanniens verlieren, befürchten hochrangiger Manager der US-Banken. Irland hingegen locke mit niedrigen Unternehmenssteuern und sei derzeit sehr bemüht, sich als neuer Standort für US-Banken „zu verkaufen“.

Die Sorge um ein so genannten “Brexit”-Szenario hat Premierminister David Cameron geschürt: Er hat seinen Landsleuten im Falle seiner Wiederwahl 2015 zugesichert, in einem Referendum über den Verbleib des Landes in der EU abstimmen zu lassen. Die Aussicht auf einen Austritt Großbritanniens löst bei vielen in der Londoner City Sorgen aus. Das Finanzzentrum erwirtschaftet rund ein Zehntel der britischen Wirtschaftsleistung.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

Ekkehardt Fritz Beyer sagt:
Frankreich wird sich, sobald Marine Le Pen an der Macht ist – und es vorher nicht zum Krieg der USA gegen Russland auf deutschem bzw. gesamteuropäischem Boden kommt – von der EU verabschieden.
http://www.sueddeutsche.de/news/politik/parteien-le-pen-fordert-erneut-referendum-fuer-eu-austritt-frankreichs-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140527-99-07390
Kommen die Briten den Franzosen nun zuvor?
Deutsche Politiker aber haben – trotz pausenloser Erhöhung ihrer ohnehin schon fürstlichen Bezüge – keine Zeit mehr für „die“ Politik, weshalb sie ihre Aufgaben auch nur noch „mit linker Hand erledigen“!
https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2014-08-07/verfassungsrichter-mahnt-abgeordnete-wegen-nebenjobs
Das EU-Experiment sollte nun zum Wohle „aller“ Bürger sofort abgebrochen werden!

Gerhard Lackner sagt:
Es ist ohnehin nur mehr eine Frage von kurzer Zeit bis GB aus der EU ausscheidet.
Natürlich werden dann andere Staaten folgen.
Italien wird nächster Kandidat sein.
Zuerst provoziert man einen Krieg mit Russland u wenn dann EU auseinanderbricht dann sind wir mit den Sanktionen die wir gegen Russland gesetzt haben bestens bedient!
Amerika hat erreicht was es wollte u GB kann sich dann brav heraushalten, wenn es Krieg in Europa geben sollte!
Hoffe das endlich die ganze Wahrheit über MH17 ans Tageslicht kommt-sowie alle anderen Lügen. Wo sind endlich die Satelitenaufnahmen von den Amis? Schweigen-gebe es Beweise-hätten sie längst diese Taten veröffentlicht!
Auch über angebliche Russische Panzer in der Ukraine.. Langsam wird es peinlich!

Roberto sagt:
Cameron vergrault die Banken? Selten so gelacht! Ich meine eher, die Ratten verlassen das sinkende Schiff EU!
Zuerst hilft die City of London tatkräftig mit Europa zu versklaven und auszubeuten, und wenn dann der totale Kollaps und oder ein Krieg bevorsteht, zieht man sich wie so oft in der Geschichte elegant aus der Affäre, und lässt die anderen Idioten (zumeist die Deutschen) die Drecksarbeit machen!
Die Engländer isolieren sich ganz sicher nicht durch eine europ. Bankenunion, sondern die Bankenunion wird für Europa der Todesstoß bedeuten.
Deshalb wetzen Morgen und Stanley sowie die City im Hintergrund bereits die Messer!
Schwache PR von denjenigen, die noch immer nicht verstehen wollen, dass Ihr Ende bereits gekommen ist! DWN: Stellt diesen Artikel auf den Kopf, dann stimmt er!

Klaus sagt:
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff. Die Britten sind eh die Vorhut der Amis in Europa. Wenn die nun austreten hat das gewichtige Gründe. Wahrscheinlich wird der Euroraum in absehbarer Zeit wegen des Handelskrieges mit den Russen wirtschaftlich kollabieren. Da sollen die Handlanger der FED nicht mit in den Abgrund geraten.

Realist sagt:
Das Ganze ist ja Quatsch. Die genannten Banken haben ihren Sitz in der City of London, nicht in Greater London. Da die City of London jedoch nie Mitglied der EU war und somit überhaupt gar nicht von einem Austritt UKs aus der EU betroffen sein wird, spielt das Ganze für die Banken auch keine Rolle. Umziehen müssen sie deswegen nicht. Ihre finanzielle Ausrichtung für UK ändern jedoch ggf. schon!

Schmarotzer-Banken sagt:
Die wollen den Zugriff auf dem ESM (deutsches Steuergeld) sicherstellen.

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