Samstag, 16. August 2014

Ukraine: Russen wollen uns mit Übergriffen provozieren

Thema: Ukraine
Kontrolle des russischen Konvois beginnt
Ukraine: Russen wollen uns mit Übergriffen provozieren

Die Ukraine sieht in dem Vordringen von russischen Militärs nichts Außergewöhnliches. Tatsächlich hat Putin mit dem nächtlichen Übergriff die Ukraine militärisch bloßgestellt. Kiew ist offenkundig nicht in der Lage, seine eigenen Grenzen zu überwachen. Bei der Kontrolle des offiziellen Hilfskonvois hat das Rote Kreuz bisher nichts Verdächtiges gefunden.

Die russischen Streitkräfte ließen am Freitag Dutzende Schützenpanzer an der Grenze in der Nähe des Hilfskonvois auffahren. Nach britischen Presseberichten überquerten in der Nacht zum Freitag 23 russische Schützenpanzer die Grenze, begleitet unter anderem von Tankwagen. Sie hätten dafür eine Lücke im Grenzzaun genutzt, berichtete ein Reporter des Guardian (mehr dazu hier).

Ein Sprecher der ukrainischen Streitkräfte sagte, dies passiere praktisch jede Nacht, um die Ukraine zu provozieren. “Die vergangene Nacht war da keine Ausnahme”, sagte der Sprecher. “Einige gepanzerte Fahrzeuge sind rübergekommen.”

Die Ukraine ist offenkundig nicht in der Lage, die Grenze zu Russland wirksam zu überwachen. Andriy Lysenko, Sprecher des ukrainischen nationalen Sicherheitsrats, sagte in Kiew, dass auch am Freitag ein russischer Trupp mit Militärmaterial nach Lugansk vorgedrungen sei. Man habe das Eindringen zwar nicht stoppen können, werde aber nun verhindern, dass das Kriegsgerät bei den Rebellen zur Verteilung gelangt. Um nicht den Eindruck von Schwäche aufkommen zu lassen, teilte Kiew am Freitag mit, die Militärfahrzeuge, die am Donnerstagabend in die Ukraine eingedrungen seien, seien von der ukrainischen Artillerie zerstört worden.

Rasmussen sagte in Kopenhagen, in der Nacht habe es einen “russischen Übergriff” auf das Gebiet der Ukraine gegeben. Das bestätige, dass es einen kontinuierlichen Fluss von Waffen und Kämpfern aus Russland in die Ost-Ukraine gebe. “Das ist eine klare Demonstration fortgesetzter russischer Beteiligung an der Destabilisierung der Ost-Ukraine”, sagte er vor Journalisten.

In der Ost-Ukraine waren die prorussischen Separatisten nach monatelangen Kämpfen immer stärker in die Defensive geraten. Die ukrainische Armee hatte am Montag erklärt, sie stehe vor dem Beginn der letzten Phase der Einnahme von Donezk. Die Industrie- Metropole und die Stadt Luhansk sind Hochburgen der Rebellen. Dort werden Wasser und Nahrungsmittel knapp. Der russische Hilfskonvoi enthält nach russischen Angaben 2000 Tonnen Wasser, Babynahrung und andere Hilfsgüter.

Finnlands Präsident Niinisto war am Freitag der erste europäische Staatschef, den Putin seit der Eskalation der Ukraine-Krise empfing. Putin sagte nach dem Treffen in Sotschi, er und Niinisto wollten alles in ihrer Macht stehende tun, um den Konflikt in der Ost-Ukraine zu beenden und einen Dialaog zwischen der Regierung in Kiew und den Rebellen herzustellen.

Das Tauziehen um einen russischen Hilfskonvoi für die von prorussischen Separatisten gehaltenen Gebiete in der Ost-Ukraine hält an. Ukrainische Grenzschützer begannen am Freitagmorgen auf russischem Gebiet mit der Untersuchung der etwa 280 Lastwagen. Ein Medienbericht über das Vordringen russischer Schützenpanzer in die Ukraine schürte den Argwohn der Regierung in Kiew, Russland könnte eine Invasion unter dem Deckmantel des Hilfstransports planen. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sprach von einem “russischen Übergriff” auf das Territorium der Ukraine. Statt zu einer Entspannung der Lage beizutragen, heize die Regierung in Moskau den Konflikt weiter an. Der russische Präsident Wladimir Putin indes sagte nach einem Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinisto, er wolle alles zur Beendigung der Ukraine-Krise tun.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) erklärte am Freitagnachmittag, der Hilfskonvoi werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Lastwagen sollen unter der Obhut des IKRK in die zwischen Rebellen und Regierungstruppen umkämpften Gebieten fahren. Dort sollen Mitarbeiter der Organisation die Hilfsgüter verteilen. Vorher benötige das IKRK aber noch Sicherheitsgarantien aller Konfliktparteien. Russland und die Ukraine müssten zudem versichern, dass es allein um humanitäre Hilfe gehen. Die ukrainische Grenzbehörde ließ offen, wann die Inspektion der Lkw beendet sein und der Konvoi die Grenze überqueren könnte.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

noch einer sagt:
Seltsame Positionen
Da behaupten englische Journalisten, russisches Militär hätte die ukrainische Grenze überschritten, ohne einen Beweis zu liefern. Aber diese Behauptung bestimmt die Schlagzeilen der Westpresse. Während aber umgekehrt in der Westpresse kein Wort zu lesen ist, dass die Ukraine mit Gewalt von US/EU unterstützten rechtsradikalen Putschisten eingenommen wurde.

Pia sagt:
Schon eine sehr interessante Meldung aus Moskau.
15.08.2014, 20:08 Uhr
Moskau bestreitet Grenzüberquerung eines Militärkonvois
Das russische Verteidigungsministerium hat Angaben zurückgewiesen, wonach ein Militärkonvoi aus Russland die Grenze zur Ukraine überquert hat. “Es gibt keinen russischen Militärkonvoi, der angeblich die russisch-ukrainische Grenze überquert hat”, sagte der Ministeriumsvertreter Igor Konaschenkow laut Berichten russischer Nachrichtenagenturen. Die ukrainische Armee “zerstört Gespenster”, fügte er hinzu.
weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/nachrichten/ausland/ukraine-krise/02bfu8i-russischer-militaerkonvoi-angeblich-ukraine#.A1000146

Bürger 0816 sagt:
Jetzt lese ich, dass Rassmussen natürlich auch genau weiß, dass da ein Konvoi war, damit wird die Sache natürlich erst recht wahr. Die Kiewer Übergangsregierung erzählt auch gleich, dass sie den Konvoi mit ihrer Artillerie vernichtet hat. So muß sich auch keiner fragen wo den der Konvoi abgeblieben ist. Natürlich ist es für die Ukrainische Armee ein Kinderspiel, 23 fahrende Fahrzeuge komplett zu zerstören. Sie treffen zwar nicht mal die Unterschlupfe von Separatisten und statt dessen regelmäßig Krankenhäuser, Kinderheime Altenheime usw. aber bei beweglichen militärischen Zielen sind sie natürlich besser. War ja auch Nacht. Ich habe Schwierigkeiten zu verstehen, wie man glaubt, dass Menschen das noch ernst nehmen können.

Roberto sagt:
Und das sagen die Russen zu diesem Thema!
Aus dem österreichischen Kurier!
Russland bestritt auch am Abend noch angebliche Gefechte seiner Einheiten in der Ukraine. “Eine russische Militärkolonne, die die Grenze überquert haben soll, existiert nicht”, sagte Generalmajor Igor Konaschenkow. “Weder am Tag, noch in der Nacht” sei ein solcher Konvoi auf ausländisches Gebiet gefahren. “Aber es ist immer noch besser, die ukrainische Artillerie schießt auf ein Phantom und nicht auf Flüchtlinge oder die eigenen Soldaten”, sagte Konaschenkow.
Dem kann man nur beipflichten!

Adlerauge sagt:
VERWIRRUNG – ein weiteres politisches Führungsinstrument der Politikdarsteller.
Verwirrung führt zu Verunsicherung. Verunsicherung ist das “Einfallstor”, um Zustimmung zu den absurdesten Aktivitäten zu bekommen.
“Ukraine: Krieg unter EU-Flagge”:
“Die Ereignisse in der Ukraine spitzen sich dramatisch zu. Die Berichterstattung ist eine einzige manipulierte Katastrophe. Nun hat sich Ex-Thyssen Vorstand Prof. Dieter Spethmann (88) in einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten gewandt. Er beklagt u.a. Zensur und Fehlinformationen durch die Medien und befürchtet einen Weltkrieg.”
http://www.mmnews.de/index.php/politik/19431-ukraine-krieg-unter-eu-flagge
“Ukraine: Krieg unter EU-Flagge”
“Die Ereignisse in der Ukraine spitzen sich dramatisch zu. Die Berichterstattung ist eine einzige manipulierte Katastrophe. Nun hat sich Ex-Thyssen Vorstand Prof. Dieter Spethmann (88) in einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten gewandt. Er beklagt u.a. Zensur und Fehlinformationen durch die Medien und befürchtet einen Weltkrieg.”

Eliza sagt:
Tatsächlich hat Putin….??? Und wo sind denn all die Beweise für all die “Tatsachen”, die die “Freien Medien” so volksverhetzend großartig breitgetreten haben???
Und keine Bange die MSM sind nicht auf Kiews Popaganda reingefallen, die spielen mit, mit in der ersten Liga. Die haben da schon jahrzehntelange Erfahrung.
http://kulturstudio.wordpress.com/2014/08/09/verdeckte-kriegsfuhrung-ein-blick-hinter-die-kulissen-der-machtpolitik-dr-da
Was mich am meisten erschüttert ist das völlige Desinteresse der westlichen angeblich gut informierten Öffentlichkeit (siehe Montagsdemos).
Man muß es wohl tatsächlich erst selbst erfahren, bevor man aufmerksam wird.
Kleiner Vorgeschmack: http://www.kla.tv/3792

reingelocktundabgezockt sagt:
Es ist mehr als offensichtlich, das Russland mit miesesten Propaganda-Lügenmachwerken in den Krieg gegen Ukraine/USEU gezwungen werden soll. Was war nochmal der aktuelle Auslöser die Hektik? Richtig, die Ankündigung Putins gemeinsam mit China den USD als Weltleitwaehrung abzulösen.

Jürgen Peters sagt:
Ich werde das Gefühl nicht los, dass da einige Leute nur die Börsen mit falschen Meldungen manipulieren wollen, was ihnen ja scheinbar auch gelingt! Dax verliert nach der Meldung, dass die ukrainische Armee angeblich einen Teil eines russischen Militärtransports zerstört habe, innerhalb von ein paar Minuten über 200 Punkte! Fakt ist, es gibt keinen Grenzzaun, sondern nur schwarz/ weiß gestreifte Pfosten als Grenzmarkierung, haben wir letzte Woche über hunderte von Kilometern selbst gesehen!

J.J.Rousseau sagt:
In der Tat! Das mit dem Dax ist nun wirklich interessant. Das zeigt, wie manipuliert wird um eine “Panik” heraufzuschwören und glaubhafft zu machen “es sei Krieg” ABER “keiner geht hin”.

HBS sagt:
Welt-Online meldet die Vernichtung des Konvois
http://www.welt.de/politik/ausland/article131275099/Ukraine-meldet-Angriff-auf-russischen-Armee-Konvoi.html
Zweifel an dieser Meldung bleiben aber bestehen, denn welcher Kriegskonvoi fährt nachts mit voller Beleuchtung über eine Grenze und wird zufällig von britischen Medienvertretern gesehen.
Und prompt wird auch der britischen Premierminister David Cameron von Petro Poroschenko informiert. PS: Bilder von dem zerstörten Armeekonvoi sind bisher noch nicht aufgetaucht.

Argument sagt:
Wenn man die ukrainische Medien verfolgt, stellt man fest, dass die Ukrainische Armee fast jede Nacht einen russischen Konvoi vernichtet.

Jürgen Peters sagt:
Eine Lücke im Grenzzaun? Letzte Woche als wir über 700 km an der russisch / ukrainischen Grenze entlang gefahren sind, gab es noch keinen Grenzzaun. Ich glaube da stehen einige auf Drogen! http://www.topinvestor.info

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