Dienstag, 22. Juli 2014

Russische Radardaten: Ukrainischer Kampfjet unweit von Boeing geortet

Thema: Malaysische Boeing über Ukraine abgestürzt

das schreibt RIA Novosti und veröffentlicht untenstehende Grafik.

MOSKAU, 21. Juli (RIA Novosti).
Vier Tage nach dem Absturz der Boeing über der Ost-Ukraine hat der russische Generalstab seine Radardaten veröffentlicht. Demnach wurde ein ukrainischer Kampfjet kurz vor der Katastrophe unweit von der malaysischen Verkehrsmaschine geortet.


Russische Radardaten: Ukrainischer Kampfjet unweit von Boeing geortet © Photo Verteidigungsministerium Russlands
„Es wurden insgesamt drei zivile Flugzeuge, darunter auch die malaysische Boeing 777 registriert“, teilte General Andrej Kartapolow am Montag in Moskau mit. „Gleichzeitig wurde ein aufsteigendes Flugzeug der ukrainischen Luftwaffe, vermutlich eine Su-25, in einer Entfernung von drei bis fünf Kilometer von der Boeing 777 geortet."

Unmittelbar vor dem Absturz habe die Boeing an Geschwindigkeit verloren, hieß es weiter. „Ab 17.20 Uhr wurde ein stabiler Geschwindigkeitsverlust registriert. Um 17.23 Uhr verschwand das Flugzeug von den russischen Radarbildschirmen“, sagte der General. „Als die Geschwindigkeit auf 200 km/h gefallen war, tauchte um 17.21 Uhr über dem Absturzort ein neues Flugobjekt auf. Dieses Objekt blieb vier Minuten lang auf den Radaren.“ Die Daten dieses Objekts haben nicht angefragt werden können, weil es offenbar mit keinem Sekundärradar ausgestattet gewesen sei, was für Militärflugzeuge typisch sei.

Ferner präsentierte Kartapolow Journalisten Fotos der Flugbahn der Boeing. „Bis Donezk flog das Flugzeug im geplanten Korridor, wich dann von der Route um maximal 14 km nach Norden ab. Danach leitete die Boeing ein Manöver ein, um in den Korridor zurückzukehren. Die Besatzung schaffte es aber nicht, das begonnene Manöver zu Ende zu führen.“ Nur die Flugschreiber könnten Aufschluss darüber geben, warum die malaysische Maschine von der Route abgekommen sei, so der General weiter. Er mutmaßte einen Navigationsfehler der Crew oder eine Anweisung der ukrainischen Flugsicherung Dnjepropetrowskoje. Der General kündigte an, die Radardaten an die internationalen Experten zu übergeben.

Die Boeing 777 war am Donnerstag aus bisher ungeklärter Ursache im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region liefern sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner seit Monaten heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Obwohl die Ermittlungen noch nicht begonnen haben, haben viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.


Kampfjet Su-25 © RIA Novosti | Originalgrafik (hier)



bei T-Online sieht das Ganze so aus:

Schwierige Absturzermittlungen
Russland provoziert mit Theorie um Kampfjet

Für viele Angehörige ist der Umgang mit den Toten nach dem MH17-Absturz unerträglich. Jetzt übernehmen allmählich internationale Experten die Arbeit. Russland provoziert mit Angaben über ein ukrainisches Kampfflugzeug nahe der Boeing neue Fragen.


Ein ukrainischer Abfangjäger vom Typ Su-25 soll sich nach russischen Angaben in unmittelbarer Nähe der abgeschossenen Boeing aufgehalten haben. (Quelle: dpa)
Vor dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine in der Ost-Ukraine ist nach russischen Angaben ein ukrainischer Kampfjet in der Nähe gewesen. Der Abfangjäger vom Typ Suchoi-25 sei auf die Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord zugeflogen, sagte Generalleutnant Andrej Kartopolow vom russischen Generalstab. "Die Entfernung der Su-25 zur Boeing lag zwischen drei und fünf Kilometern." Das ergebe sich aus Aufzeichnungen der russischen Flugüberwachung.

So ein Kampfjet sei mit Luft-Luft-Raketen bewaffnet. Auf diese Entfernung könne er ein Ziel hundertprozentig zerstören. Die Ukraine solle Auskunft über dieses Flugzeug geben, forderte er. Kiewer Angaben, das am vergangenen Donnerstag keine ukrainischen Kampfflugzeuge in der Luft gewesen seien, seien falsch.

Russland legt Satellitenbilder vor

Außerdem hätten die ukrainischen Streitkräfte vor dem Absturz ein Flugabwehrsystem "Buk" dicht an Stellungen der Separatisten verlegt, sagte Kartopolow. Er bestritt, dass Russland den Separatisten ein solches Waffensystem übergeben habe.

Russland hat als erstes Land Satellitenaufnahmen und Zeichnungen vom Absturztag veröffentlicht. Das Verteidigungsministerium stellte Fotos sowie gezeichnete Karten ins Internet, um auch den Hergang des Todesfluges zu veranschaulichen.

Auf den Satellitenbildern war nach Angaben des Generalstabs auch die Stationierung von ukrainischen Flugabwehrsystemen des Typs "Buk" (Buche) im Separatistengebiet zu sehen. Moskau verlangte von Kiew eine Erklärung dafür, weshalb dort solche Waffen aufgestellt würden, obwohl die Aufständischen keine Flugzeuge hätten.

USA überzeugt von Schuld der Separatisten

Zuvor hatte die Ukraine behauptet, umfassende Beweise - darunter Satellitenaufnahmen - dafür zu haben, dass die pro-russischen Kräfte mit einem "Buk"-System auf die Boeing 777-200 geschossen hätten. Die USA hatten mitgeteilt, sie gingen auf Grundlage von Geheimdienstinformationen davon aus, dass die Maschine von einer Rakete vom Separatistengebiet aus beschossen worden sei. Russland verlangte die Offenlegung dieser Beweise.

Zum Zeitpunkt des Absturzes sei auch ein US-Aufklärungssatellit über das Gebiet geflogen. Wenn die Amerikaner Aufnahmen eines "Buk"-Raketenstarts hätten, sollten sie diese vorlegen, sagte der Generalleutnant. Die USA haben den Verdacht geäußert, dass die Separatisten die Zivilmaschine mit einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen haben. Den russischen Angaben zufolge überflogen zur Zeit des Absturzes drei Passagiermaschinen die Ost-Ukraine auf dem Weg zwischen Europa und Asien. Sicherheitsrat stimmt für unabhängige Untersuchung

Der UN-Sicherheitsrat hat unterdessen per Resolution eine unabhängige Untersuchung des mutmaßlichen Abschusses einer Passagiermaschine über der Ostukraine gefordert.
Alle 15 Mitglieder des Gremiums stimmten dem Papier bei einer kurzfristig einberufenen Sitzung am Montag in New York zu.

Angeblich alle Opfer gefunden

Die Empörung über die Zustände am Absturzort zeigt allmählich Wirkung. Die pro-russischen Separatisten, die die Region um das Trümmerfeld kontrollieren, verhielten sich am Montag kooperativer. Zugleich laufen die Aufklärungsbemühungen internationaler Experten an. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko kündigte für das Umland der Absturzstelle eine Feuerpause an.

Die Passagiermaschine mit der Flugnummer MH17 war vergangenen Donnerstag auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über der Ostukraine möglicherweise abgeschossen worden. Nach Angaben der Regierung in Kiew wurden in dem 34 Quadratkilometer großen Suchgebiet bis zu Nachmittag Leichen und Leichenteile aller 298 Opfer gefunden. Die Bergungsarbeiten seien eingestellt worden.
Scharfe Worte von Steinmeier

Beobachter befürchten, dass wegen der anfänglichen Behinderungen durch die Separatisten und mutwilliger Eingriffe in das Trümmerfeld eine sachgemäße Ursachenermittlung nicht mehr möglich ist. Angehörige beklagten sich über den Umgang mit den Leichen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier kritisierte die Separatisten am Absturzort scharf. "Das ist ein Verhalten jenseits von Zivilisation, das wir dort gegenwärtig erleben."

Ein Team niederländischer Spezialisten inspizierte erstmals drei Kühlwaggons in der nahe gelegenen Ortschaft Tores, in denen die sterblichen Überreste gelagert wurden. Begleitet wurde das Trio von Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE). Nach Auffassung der Experten werden die Leichen fachgerecht aufbewahrt. Sie erhoffen sich auch Rückschlüsse auf die Ursache des Absturzes.

Flugdatenschreiber soll übergeben werden

Der Kühlzug war am Nachmittag abgefahren. Den Separatisten wurde vorgeworfen, den Transport verzögert zu haben. Ob der Zug wie vorgesehen nach Charkow fahren würde, war zunächst unklar. In Charkow sammelten sich internationale Experten, um unter niederländischer Führung bei der Identifizierung der Opfer zu helfen, unter ihnen waren auch zwei Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes. Aus den Niederlanden stammen die meisten Opfer.

Die Separatisten kündigten an, die aufgefundenen Flugdatenschreiber und den Stimmenrekorder der Maschine übergeben zu wollen. Sie wollen nach Angaben der malaysischen Regierung noch am Montag die beiden Flugschreiber der abgestürzten Passagiermaschine an die Ermittler übergeben. Darauf habe er sich mit Separatistenführer Alexander Borodaj geeinigt, teilte Ministerpräsident Najib Razak mit.

Putin gibt Ukraine die Schuld

Der Separatistenanführer Andrej Purgin wies Kritik an Behinderungen der Arbeit der Experten zurück. Die militanten Gruppen würden lediglich die "Rechtmäßigkeit" der Ermittlungen überwachen. Die moskautreuen Kräfte kämpfen für die Abspaltung von der Ukraine. Die russisch geprägte Region Donbass erkennt die pro-europäische Führung in Kiew nicht an. Bei den Kämpfen starben bisher Hunderte Menschen.

Der Westen wirft Russland vor, schützend die Hand über die Separatisten zu halten und etwa Waffenlieferungen an diese nicht zu unterbinden. Kremlchef Wladimir Putin wies in einer in Moskau veröffentlichten Videobotschaft eine Verantwortung Russlands für den Boeing-Absturz zurück und gab der Ukraine die Schuld dafür.


Kommentare aus dem T-Online-Forum

Tony
Ich glaube erst in dem Augenblick das die Sanktionen gegen Russland im guten Glauben verhängt wurden,wenn auch solche gegen Israel und die USA verhängt werden.

Demokratiediktatur
Jetzt kommen die Putschisten unterstützer in Erklärungsnot, eigene Beweise wurden immer angekündigt und dannach kam nur heiße Luft. Nun liegen die Beweise von Russland auf dem Tisch und der Westen ergeht sich in Verschwörungstheorien.

axfactor Tragisch, dass staatlich finanzierte Mainstreammedien die Darstellungen der Massenmörder und Kriegstreiber von Jugoslawien, Irak, Vietnam, Afghanistan, Libyen, Syrien ohne Anstand, ohne Moral, ohne Gewissensbisse den deutschen Zwangskonsumenten aufs Auge drücken.
Als hätte es die Tonkin-Lüge, die Powell-Lüge, die Scharping-Racak-Lüge, die Brutkastenlüge, dieHula-Lüge oder die Lüge von Gaddafis Bomben nie gegeben.
Was muß noch passieren, bis Medien und Medienopfer wenigstens mal innehalten und daran denken was schon Kinder lernen Wer einmal lügt.? hinter-der-fichte(Punkt)blogspot(punkt)de

Juob
ich frage mich, was hinter dieser Propaganda, die gegen Putin aufhetzt, steckt. Hat Willy Wimmer Recht, soll hier ein Krieg gegen Russland vorbereitet werden? Ein sehr interessantes Video zu sehen auf youtube.

seggl
unsere Presse ist gleichgeschaltet und macht keine gute Arbeit, deshalb gibt es auch keine vernünftigen Artikel mehr, alle sind nicht mehr objektiv sondern ziemlich meinungsgesteuert


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