Samstag, 2. November 2013

US-Milliardär fordert Abwurf einer Atom-Bombe auf den Iran

Thema: Geld und Politik
 
Der US-Milliardär Sheldon Adelson empfiehlt US-Präsident Obama, eine Atom-Bombe auf die Wüste im Iran abzuwerfen. Dann sollten die Amerikaner der iranischen Führung sagen: Wenn ihr euer Atomwaffen-Programm nicht beendet, fliegt die nächste Atom-Bombe direkt auf Teheran. Adelson ist mit knapp 92 Millionen Dollar der größte Einzel-Spender für die Republikaner. Ex-Verteidigungsminister Dick Cheney sagte, ein Krieg gegen den Iran sei unvermeidlich.


Die Amerikaner haben offenbar kein Problem mit Atombomben in der Wüste: Der Milliardär Sheldon Adelson schlägt einen Nuklear-Angriff auf den Iran vor. Im Bild der Atompilz steigt nach der Explosion einer Atombombe über dem Testgelände in der Wüste von Nevada. (Foto: dpa)
Der amerikanische Kasino-Milliardär Sheldon Adelson sagte bei einem Vortrag in New York, dass Verhandlungen mit dem Iran die falsche Politik seien.

Wie Time berichtet, sagte Adelson, der US-Präsident solle den Befehl zum Einsatz geben, an eine in Nebraska stationierte Einheit:

„Und dann gibt es eine atomare Waffe auf Langstrecken-Raketen, die fliegt dann bis in die Wüste. Das wird keinen Menschen verletzen, höchstens ein paar Klapperschlangen und Skorpione. Und dann müssen wir sagen: Schaut euch das genau an, die nächste fliegt direkt auf Teheran. Wir meinen es ernst. Ihr wollt ausgelöscht werden? Dann macht so weiter, stellt euch stur und macht mit eurem Atom-Programm weiter.“

Adelson ist der größte finanzielle Einzelunterstützer der Republikaner. Er hat 92,8 Millionen Dollar für republikanische Partei-Gliederungen gespendet. Adelson ist in der Forbes-Liste auf Platz 15 der reichsten Menschen der Welt – mit einem Vermögen von 26,5 Milliarden Dollar.
Eine irre Einzelmeinung?

Vielleicht.

Aber der Fall zeigt, dass in den USA – und damit in der Weltpolitik – das Geld die Politik bestimmt.
Die Milliardäre entscheiden über Krieg und Frieden.

Keine besonders erfreuliche Vorstellung.

Und Adelsons Forderung nach einem Nuklear-Schlag gegen den Iran fiel nicht ohne innenpolitischen Zusammenhang: Der frühere Verteidigungsminister Dick Cheney sagte bei George Stephanopoulus auf ABC, ein Krieg gegen den Iran sei „unvermeidlich“.

Dick Cheney auf die Frage, ob ein Krieg unvermeidlich sei:
„Ich habe Schwierigkeiten zu sehen, wie wir unsere Ziele ohne das erreichen werden. Ich zweifle sehr stark, dass Diplomatie zu einem Ergebnis führen wird, wenn es nicht eine Perspektive gibt, die bedeutet: Das Scheitern von Verhandlungen führt zu einer Militär-Aktion.“

In Amerika suchen vor allem die Vertreter der Rüstungs- und der Erdöl-Industrie, die US-Position nach dem Irak auch in anderen Ländern des Nahen Ostens zu stärken. Nach dem Scheitern des Syrien-Projekts fassen diese Gruppen nun wieder den Iran ins Visier. Syrien, das sich nach Angaben der Organisation zur Vernichtung der Chemiewaffen pünktlich an den Zeitplan gehalten habe und alle Chemiewaffen unter Aufsicht versiegelt hat, kommt als Ziel nicht mehr in Frage.


Der Milliardär Sheldon Adelson ist unter anderem in Spanien engagiert: Hier bei der Ankündigung von Eurovegas, einer Kasino-Stadt vor den Toren Madrids. (Foto: dpa)
Der Iran wird in den USA seit Jahrzehnten zum Feind aufgebaut – obwohl Teheran seit Jahren keinen Krieg mehr geführt hat und durch die Sanktionen des Westens massiv geschwächt ist. Die New York Times und die israelische Zeitung Haaretz haben mehrfach berichtet, dass der Iran keinerlei Kapazitäten für Atomwaffen besitze. Vielfach wird sogar bezweifelt, dass der Iran technisch in absehbarer Zeit in der Lage sei, Atomkraftwerke zu bauen und zu betreiben.
 Adelson spielt auch in Israel eine unrühmliche Rolle: Als er feststellte, dass die Mehrheit der Israelis kein Interesse an einem Krieg mit den Nachbarn hatten und im Zuge der israelischen Friedensbewegung für einen Frieden mit den Palästinenser auf die Straße gingen, gründete er 2007 in Israel die Gratis-Zeitung Israel HaYom. Mit seiner Finanzhilfe wurde die Zeitung in kurzer Zeit die größte Zeitung Israels und erreicht heute fast 40 Prozent Marktanteil.
Im vergangenen Präsidentschafts-Wahlkampf unterstützte Adelson Mitt Romney. Nach dessen Niederlage forderte er von den Republikanern einen harten Kurs gegen Obama – den die auf seine Finanzierung angewiesene Partei auch bei jeder Diskussion um die Schulden-Obergrenze zu demonstrieren versucht.
In Europa ist Adelson in Spanien engagiert: Er will in der Nähe von Madrid eine Kasino-Stadt mit dem Namen „Eurovegas“ errichten. Dafür hat die Regierung bereits mehrere Gesetze geändert – schließlich geht es um ein Investment von 20 Milliarden Euro.

Doch das Projekt droht nun, wie das SAZ berichtet, am Rauchverbot in Spanien zu scheitern: Adelson besteht auf der Erlaubnis zum Rauchen. Die Regierung in Madrid ziert sich noch. Madrid scheint auch zu befürchten, dass die Mehrkosten für die Kasino-Stadt am spanischen Pleitestaat hängenbleiben könnten.

Den Abwurf einer Atombombe auf Spanien hat Adelson noch nicht angeregt, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen.

Mit freundlicher Genehmigung von DEUTSCHE WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN


Kommentare

» der Kommentar des Blogschreibers «
Würde jemand fordern eine Atombombe in eine Wüste der USA zu werfen, wäre das Geschrei solcher Leute wie Cheney und Adelson riesengroß. Sie würden ihn zum Staatsfeind und Terroristen erklären und weltweit verfolgen lassen.

Bei ihnen selber ist es natürlich ganz was anderes. Sie dürfen das, sie dürfen mit Vernichtung drohen oder Kriege führen, wenn andere ihre Rohstoffe nicht freiwillig abgeben wollen.
Dann konstruieren sie Gründe wie Massenvernichtungswaffen, Giftgaseinsatz gegen Zivilisten oder eben eine fiktive Atombombe. Beweise vorlegen brauchen sie nicht, meinen sie. Wenn sie doch welche vorlegen, sind sie gefälscht.

Wie ich schon immer schrieb: unter Verfolgungswahn leidende, macht- und geldgeile alte Säcke, die auch noch meinen auserwählt zu sein um die ganze Erde zu beherrschen.
Für solche Leute zählt nur Geld, nicht die Gesundheit oder das Leben anderer. Um an mehr Macht und mehr Geld zu kommen würden sie alles tun, auch Atomwaffen einsetzen.

So nach und nach geben sich viele der transatlantischen "Freunde" unserer Regierung zu erkennen. Sie beginnen ihr wahres Gesicht zu zeigen.
Was dabei herauskommt wenn Millionäre, vom Alkohol geheilte "Auserwählte aus Gods own Country", Weltpolitik machen dürfen, haben wir bei George dabbelju gesehen: Verbranntes Land und hunderttausende Tote!


Schüler sagt:
Aus humanistischer Sicht steht fest, dass dieser Mensch den USA mehr Schaden zufügt, als Edward Snowden.
Zwanzig Milliarden Dollar werden bald nicht mehr sehr viel Wert sein, vielleicht investiert der Adels-Sohn besser Gold oder eine staatliche Währung ( Renminbi ) in sein spanisches Projekt -
Fazit:
Geld darf nicht die Macht verleihen, über Frieden oder Krieg zu entscheiden.

Andreas Damm sagt:
Ich kann Staaten, welche ihr Rechtssystem auf religiösen Regeln gründen, keinerlei Sympathie engegenbringen. Auch dem Iran nicht.
Aber was dieser amerikanische Idiot verlangt, ist völlig daneben.
Wenn sich dann noch einer der größten Kriegstreiber Amerika´s zu Wort meldet, Mr. Dick Cheney, dann wird es richtig schlimm.
Cheney will Krieg, weil er daran verdient. Ein ganz mieser Typ mit viel Blut an den Händen!!!

Putin sagt:
Der alte Mann hat noch nicht kapiert, dass Herr Putin, im Falle eines Atombombenabwurfs in der Wüste des Irans, ihm eine in unbesiedeltes Gebiet vor seiner Haustür werfen würde. Und dann?

Erich Schlapphut sagt:
Irgendwie wiederholt sich die Geschichte immer wieder.
Im laufe der Jahrtausende kommen immer in bestimmten Zeitabständen Größenwahnsinnige an die Macht, hier indirekt durch den Reichtum. Leider sind die erst immer am Ende ihres Zerstörungswerkes zu stoppen.
Je mehr man sich mit der Geschichte befasst um so trostloser erscheint einem die Zukunft, weil ja nie aus der Geschichte gelernt wurde.

Feldwebel sagt:
Er ist vom auserwählten Volk und seine Frau ist Israeli…
…, mehr musst du nicht wissen

ZumVolkswirt sagt:
Offensichtlich eine dementer irrer Mafioso, weiter nichts. Durch ein langes Leben in den vergifteten politischen Strukturen der USA völlig durchgeknallt, ohne jeglichen Sinn für Realität.
Ich glaube selbst bei den Republikaner nimm den niemand mehr für voll und würde er nicht soviel Geld spenden, dürfte er wahrscheinlich nicht mal mehr an einem Parteitag teilnehmen.
Mann sollte solchen Leuten nicht auch noch ein öffenliches Forum verschaffen. So wie der Mann aussieht, macht er es sowieso nicht mehr lange.

Bürgerin S. sagt:
9/11 (der 11.09.2001) war Auftakt für die totale Überwachung aller Bürger dieser Welt und für die Kriegspläne der Amerikaner. Leider stellen die Mainstream-Medien keinen Zusammenhang her, wo einer ist. http://www.broeckers.com/tag/911/

AndreasSchultenberg sagt:
Tja, ein Krieg muss her. Die Schulden fordern das. Leider hatte es ja mit Syrien nicht geklappt. Mit dem Iran wird es aber auch nichts werden.
Alle anderen Nationen scheinen etwas gelernt zu haben.
Ich frage mich langsam, welches Land auf dieser Welt wirklich als gefährlich einzustufen ist. Sozusagen ein Kontinent des Bösen.

pecochia sagt:
Dieser Mann ( Sheldon Adelson ) ist soetwas von realitätsfremd, aber mit 80 Jahren hat man ja oft den Durchblick verloren. Er kennt nur die $ Zeichen in seinen Augen und wenn man so seine Biografie liest, weiß man schon viel über die Hintergründe seiner Machenschaften.

Gewalt, ist ein Zeichen von SCHWÄCHE, ob körperlich od. geistig.

Solche Personen, die sich als “humanoide Wesen” bezeichen / bezeichnen wollen, schaden der / dieser Welt und dem Weltfrieden mehr, weil sie habgierig sind und kein soziales Verhalten besitzen / haben.

Hr. Adelson auch Sie werden feststellen; wenn die Zeit gekommen ist; das man Geld nicht essen kann – besitzt einen Nährwert von 0 und das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen.


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