Dienstag, 12. November 2013

Herzlichen Glückwunsch ihr Bayern, gut gemacht

Thema: Olympia 2022 in Deutschland

Münchener sagen Nein zu Olympischen Spielen im Jahr 2022
konnte man lesen. Bravo!
Grossartig! Es geht also doch noch.


Grafik: dpa
München. Sieg für 'NOlympia':
München und seine Partnergemeinden werden 2022 keine Olympischen Winterspiele ausrichten. Die Befürworter einer Bewerbung erlitten am Sonntag bei einem Bürgerentscheid ein Debakel.

In München, Garmisch-Partenkirchen sowie den Landkreisen Berchtesgadener Land und Tiaunstein stimmten die Wahlberechtigen allesamt gegen die Bewerbung.

Insgesamt waren 1,3 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, für oder gegen eine zweite Bewerbung unter Federführung der bayerischen Landeshauptstadt nach 2018 zu stimmen. Bei der Wahl für 2018 hatte München gegen Pyeongchang/Südkorea verloren. Die Politiker in allen Regionen hatten sich für die Ausrichtung der Spiele ausgesprochen, nur die Grünen waren dagegen gewesen.

In der "Westfalenpost" vom 11.11.2013 stand im Sportteil, den ich sonst immer glatt übersehe:

Olympia-Absage der Bürger
Klarer Volksentscheid gegen eine Münchner Bewerbung um die Spiele 2022

München Das Münchner Olympia-Projekt ist bei den Bürgern lächelnd durchgefallen – Deutschland wird 2022 keine Winterspiele in den bayerischen Alpen erleben. Die Gegner konnten bei den vier Bürgerentscheiden in der bayerischen Landeshauptstadt, Garmisch-Partenkirchen sowie den Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden einen überraschenden 4:0-Sieg bejubeln. Schon ein einziges erfolgreiches Votum hätte ihnen zum Erfolg gereicht.

Die Befürworter reagierten geschockt.

„Ich bin der Ansicht, dass es nicht am Konzept gelegen hat. Es ist eher eine zunehmend kritische Einstellung von Bevölkerungsteilen gegen Sportgroßereignisse", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) nach dem K.O. „Das Votum ist kein Zeichen gegen den Sport, aber gegen die Profitgier des IOC. Ich glaube, in ganz Deutschland sind Olympia-Bewerbungen mit dem heutigen Tag vom Tisch. Zuerst muss sich das IOC ändern. Nicht die Städte müssen sich dem IOC anpassen, sondern umgekehrt", kommentierte Ludwig Hartmann, der Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag und einer der Wortführer des Bündnisses „NOlympia".

Politik und Sport hatten sich im Vorfeld freiwillig verpflichtet, das Votum der Bürger als entscheidend für eine Bewerbung beim Intentionalen Olympischen Komitee (IOC) zu bewerten. Nur bei einem einmütigen ja zu Olympia an allen vier geplanten Wettkampfregionen sollte diese bei der Ringe-Organisation eingereicht werden. Insgesamt waren rund 1,5 Millionen Menschen in Oberbayem stimmberechtigt, über eine Million davon allein in München.

In Garmisch-Partenkirchen waren es mit nur gut 20 000 Menschen die wenigsten. Am Fuße der Zugspitze war der einzige Bürgerentscheid bei der ersten gescheiterten Münchner Bewerbung für die Winterspiele 2018 noch positiv ausgefallen. Viele dachten, dass durch die Verlagerung der Biathlon- und Langlauf- Wettbewerbe im neuen Olympiakonzept in den Chiemgau nach Ruhpolding die Bürger diesmal sogar eher zu einem |a verleiten würde. „Wir haben ein ganz anderes Ergebnis erwartet. Ich persönlich glaube, dass es unsere letzte Chance war, Winterspiele zu bekommen", kommentierte Garmischs Bürgermeister Thomas Schmid enttäuscht.

Die Gegner führten als ihre Hauptargumente gegen Olympia die Eingriffe in die sensible Natur
der Alpenregion, „Knebelverträge" mit dem Internationalen Olympischen Komitee und eine von ihnen befürchtete Kostenexplosion an.

Offenbar zogen diese Argumente bei den Bürgern mehr als die Aussicht auf ein bayerisches Wntermärchen analog zum Sommermärchen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Nach Münchens Aus gehen nun wohl neben dem klaren Favoriten Oslo noch Peking, Krakau, Almaty in Kasachstan und das ukrainische Lwiw ins Rennen.
dpa

Ja liebe Bayern, jetzt ist mein Weltbild von euch Mitbürgern südlich der Mainlinie wieder gradegerückt.
Seit damals, nach der Bayernwahl, euer König Horst was von "die Hälfte der Bayern will die CSU" jubelte und als mein Nachrechnen ergab, dass gerade mal 30% der bayerischen Wähler CSU gewählt hatten, mit anderen Worten, 70% die CSU nicht wollten und er trotzdem so ein Buhei veranstaltete, da war meine Meinung zu euch doch ganz schön schief geraten.

Aber das ist vorbei, jetzt habt ihr es den Großkopferten so richtig gezeigt.
Politikerdenkmäler haben wir weiß Gott genug!
Da brauchts nicht auch noch ein Fass ohne Boden wie Olympische Winterspiele, bei denen sich so manch einer aus Politik und Verwaltung wieder seine privaten Taschen hätte füllen lassen.
Warum waren die wohl alle dafür, bis auf die Grünen?

Nachtrag 12.11.2013 | 12:40 Uhr
Lesen Sie hier Meinungen zur Volksabstimmung in Bayern

Contra
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article121772063/Auf-diese-Olympischen-Spiele-koennen-wir-verzichten.html

Pro
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article121774288/Bewerbung-um-Olympische-Spiele-macht-Sinn.html

... und hier sieht man deutlich, was "demokratische Politiker" von Volkes Willen halten, wenn er nicht mit dem vorgegebenen Willen übereinstimmt.

CDU-Politiker fordert neuen Olympia-Volksentscheid

In Bayern solle noch einmal über die Winterspiele 2022 abgestimmt werden, fordert Klaus Brähmig, bisheriger Vorsitzender des Bundestags-Tourismusausschusses. Er appelliert auch an die Bundesregierung.

Lesen Sie (hier weiter)

Werter Herr Brähmig, stellt man sich bei der CDU einen Volksentscheid so vor:
Es wird solange abgestimmt bis das Ergebnis der Parteivorgabe entspricht,
oder ist es ganz alleine auf ihrem Mist gewachsen?

Ergänzung 14.11.2013 - Ersatz ist gefunden:
http://www.der-postillon.com/2013/11/olympische-winterspiele-2022-gehen-nach.html#more


Folgenden Beitrag hat Ralf Nietzschmann als Antwort auf den Kommentar von Klaus hinterlassen. Wiedermal ist auf wunsersame Weise ein Kommentar ohne mein Zutun verschwunden. Deshalb stelle ich seinen Beitrag hierhin:

Hallo Klaus,

komme gerade zurück von einem Treffen mit Interessenten der Problematik EE.
Dort werden vorrangig technische Möglichkeiten der Versorgung mit EE besprochen, dabei spielt die dezentrale Versorgung mit EE eine nicht unwesentliche Rolle und man kann immer wieder staunen, was technisch alles möglich wäre, auch unter den Gesichtspunkt vertretbarer Preise. Nun wird immer mehr ersichtlich, dass die EE ausgebremst werden soll, natürlich, um den Strom bezahlbar zu halten. Ein fatales Signal, was da den gutgläubigen Michel verkauft wird. Was haben diese Ausführungen mit der Ablehnung der Winterolympiade zu tun?
Die Abstimmung der Menschen in den Regionen ist anerkennenswert. Sie wollen ihr Stück Natur erhalten, stimmten gegen den Kommerz im Sport ab und wollten auch gegen Korruption im IOC ein Zeichen setzen.
Der Hinweis auf den Postillion ist zwar Satire, aber sollte doch tiefgründig nachgedacht dazu dienen, was eigentlich einige wenige Menschen hier auf dieser unser aller Erde sich herausnehmen. Genau so verhalten sich unsere erbärmlichen Volksvertreter beim Abwürgen der EE zu Gunsten der vier großen Stromkonzerne, die den Anschluß verpasst , deutsches Ingenieurwissen vollkommen unterschätzt haben und nun ihre Marionetten auffordern , den Michel auf Linie zu bringen. Ja und was macht der Michel? Er läßt sich mehrheitlich hinter die Fichte führen.
Ich bin mir fast sicher, dass zum Beispiel die Bemühungen von Campact zur Energiewende zwar die nachdenkenden Menschen erreichen werden, aber nicht die Masse. Diese unterliegen der Meinungsmache.
https://www.campact.de/energiewende/appell/teilnehmen/

Ich schicke zu diesem Beitrag an Gerd einen neuen Beitrag von mir zur EE zu.
Er könnte ihn dann hier eventuell einstellen.

Nun werde ich mich dem Forum zur Maut bei Will zuwenden.
Lustig ist schon wieder Melanie HH. Wie vernagelt muss man bloß sein, um dieser Frau , genannt BK, so bedingungslos zu folgen?

Mit freundlichen Grüßen
Ralf Nietzschmann

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